Wie man in den Wald ruft … Die Mitarbeiter als Markenbotschafter

Wie man in den Wald ruft … Die Mitarbeiter als Markenbotschafter

Unser Senior Consultant Stefan Nadenau über Mitarbeiter als glaubhafte Spiegel der Unternehmenskultur und den unschätzbaren Wert der "Mitarbeiterorientierten Führung".

„Die Bedeutung der Mitarbeiter als Markenbotschafter für die Arbeitgebermarke wird beim Durchschnitt der Arbeitgeber sehr unterschätzt.“ So formulierte es vor Jahren bereits die Kienbaum Consultants International GmbH.

Mitarbeiter kommunizieren nicht nur im beruflichen Umfeld über die Erfahrungen, die Qualität und die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber (explizite Botschafter), sondern insbesondere auch im privaten und familiären Bereich (implizite Botschafter). Menschen schätzen Informationen von bekannten Personen häufig glaubwürdiger ein, als Unternehmensaussagen. Social Media Plattformen erlauben Menschen den schnellen und unkomplizierten Austausch von Informationen über Privat- und Berufsleben in einem größeren Bekanntenkreis. Der Radius der so als authentisch wahrgenommenen Informationsvermittlung wird dadurch zunehmend größer. Mitarbeiter beeinflussen auf diese Art glaubhaft die Markenwahrnehmung von Unternehmen. Ohne Steuerung entsteht für Unternehmen ein systembedingter Kontrollverlust beim Aufbau der eigenen Arbeitgebermarke.

Kann ein Unternehmen das Verhalten seiner Markenbotschafter steuern?

Wir wissen:
Positives Markenverhalten kann man nicht anordnen. Leidenschaftliches markenkonformes Verhalten der Mitarbeiter entsteht durch freiwilliges Commitment und somit nur auf der Basis intrinsischer Motivation. Unternehmen verantworten lediglich die Rahmenbedingungen, unter denen sich eine glaubwürdige Markenkommunikation der Mitarbeiter entwickelt. Das hinter der Motivation liegende Zauberwort ist

FÜHRUNG.

Unternehmen kommunizieren umfangreich über die Qualität der eigenen Unternehmensführung. Diese Kommunikation dient der Vermittlung der wertebasierten Unternehmenskultur. Jedenfalls solange, wie die dargestellten Fakten nicht angezweifelt oder gar widerlegt werden können. Besonders die Mitarbeiter eines Unternehmens sind Gradmesser der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Auf Firmenseiten im Social Web sind sie die größte Gruppe unter den Markenfürsprechern. Während die Dialogangebote der Unternehmen meist auf Kunden und Interessenten abzielen, erreichen sie sehr häufig eigene Mitarbeiter. Nach einer internationalen Untersuchung von Weber Shandwick im April 2014 posten bereits heute 50 Prozent der Angestellten „oft“ oder „von Zeit zu Zeit“ etwas aus ihrem Arbeitsalltag in sozialen Netzwerken. Damit bilden sie einen glaubhaften Spiegel der Unternehmenskultur.

Viele Mitarbeiter zeigen jedoch keine oder nur eine geringe emotionale Bindung gegenüber ihrem Arbeitgeber und fühlen sich diesem gegenüber kaum oder gar nicht verpflichtet. Die Arbeitszufriedenheitsstudie 2013 des Gallup Instituts ergab, dass in Deutschland 67 % der Beschäftigten keine echte und freiwillige Verpflichtung ihrer Arbeit gegenüber verspüren, 17 % haben mehr oder weniger innerlich gekündigt und nur 16 % engagieren sich freiwillig und intensiv. Dieses Verhaltensmuster belastet die Unternehmen nachhaltig.

Welches Unternehmen wünscht sich Markenbotschafter, die keine Verpflichtung ihrer Arbeit und ihrem Arbeitgeber gegenüber verspüren oder schon innerlich gekündigt haben?

Die Antwort liegt auf der Hand!

Die Hauptursache für diese geringe emotionale Bindung liegt in dem Gefühl vieler Mitarbeiter, dass ihre zentralen Bedürfnisse und Erwartungen von ihren direkten Vorgesetzten teilweise oder völlig ignoriert werden. Gallup empfiehlt den Unternehmensleitungen mehr auf die Pflege und Entwicklung der Humanressourcen zu setzen. Dies verlangt bei vielen jedoch einen Paradigmenwechsel im Verständnis von Führung. Mitarbeiterengagement und Leistung lassen sich erst durch die Vermittlung des Sinns der Arbeit, die aktive Integration der Mitarbeiter in die Entwicklung des Unternehmens und ein Klima zur Entwicklung von Begeisterung entwickeln.

Wir nennen das „Mitarbeiterorientierte Führungskultur“. Sie erhöht das Engagement, setzt Leistungspotenziale bei Menschen und Unternehmen gleichermaßen frei und macht Mitarbeiter zu intrinsisch motivierten Markenbotschaftern, die gern und gut über „ihr Unternehmen“ kommunizieren.

Wollen Sie mehr über Mitarbeiterorientierte Führung wissen? Besuchen Sie uns auf der INTERCHANGE '15. Für individuelle Fragen kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter contact@ticommunication.eu

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