Wahlen in den USA: Ist der Frieden wieder eingekehrt?

USA---Flagge-blauer-Hintergrund

Nach der Wahl ist vor der Wahl?

Es fällt zurzeit sehr schwer die Stimmung in den USA richtig einzuschätzen. Aber eins ist sicher, der Kampfgeist scheint deutlich abgeschwächt. Die eine Seite feiert Erfolge, aber nicht alle erhofften, und die andere Seite fühlt sich bestätigt, weil es ja hätte viel schlimmer kommen können. Aber irgendwie ist auf beiden Seiten ein wenig der Dampf raus. Man erkennt dies am besten in den Reaktionen der ZuschauerInnen, wenn sich abends die Comedians diverser Late-Night-Shows über die Politik und den Präsidenten lustig machen. Irgendwie wird alles nicht mehr so persönlich genommen. Aber gleichzeitig ist es auch nicht mehr die all-abendliche Bestätigung, die die Progressiven brauchen.

Trotzdem scheint es aufwärts zu gehen. Ich habe vor einiger Zeit geschrieben, dass die USA wie eine Ehe ist, und in dieser Ehe wird immer wieder versucht sich zusammenzureißen, sich wieder zu vereinen. Genau das passiert im Moment, auch wenn es noch nicht so offensichtlich für Außenstehende ist. Das gibt den Menschen Hoffnung, dass sich wieder etwas ändern wird und dass die letzten zwei Jahre nicht einer neuen Norm entsprechen.

Aber dieser fragile Olivenzweig steht vor einer gewaltigen Belastungsprobe. Noch in diesem Jahr soll der „Mueller Report“ (Untersuchung einer möglichen Einmischung Russlands in die Präsidentschaftswahlen) veröffentlicht werden. Und es ist noch nicht absehbar wie dieser aufgenommen wird, und wie viele Köpfe noch rollen werden - wenn überhaupt. Gleichzeitig reagiert der Aktienmarkt immer stärker auf Aussagen und Aktionen des Präsidenten. Auch dies ist eine unbekannte Bedrohung des Friedens in diesem Land.

All dies führt zu einem Appell an die möglichen Kandidaten, die sich in 2020 zur Wahl als PräsidentIn stellen werden. Ich denke, dass viele Amerikaner das Land wieder in ruhige Gewässer geführt wissen und ein Ende des ständigen Aufs und Abs wollen. Statt Sturm auf dem Atlantik wünscht man sich lieber wieder eine ruhige Karibikkreuzfahrt. Es ist eine generelle Ermüdung da und viele wollen einfach nicht weiterkämpfen. Sie wollen wieder etwas Bekanntes und Vorhersehbares in ihrer Regierung sehen. Kurzum, die Midterms haben nicht dazu beigetragen, diese Stabilität herzustellen. Deswegen sagt man so schön: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und ich vermute die nächsten zwei Jahre werden noch viele Überraschungen mit sich bringen!

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