Reflexionszeiten für ManagerInnen - Die neue Definition der Führungsrolle in einer hoch globalisierten Welt

Reflexionszeiten für ManagerInnen -  Die neue Definition der Führungsrolle in einer hoch globalisierten Welt

Anna Corbet, Referentin auf der INTERCHANGE'15, über die Notwendigkeit von zur Reflexion und Kurskorrektur genutzen Auszeiten erfolgreicher Führungskräfte.

Zeitnot beherrscht den Alltag des Managements, vor allem das Tagesgeschäft global tätiger ManagerInnen. Schneller Wandel fordert schnelle Entscheidungen und gezielte Veränderungsprozesse. Neben den anspruchsvollen Fachkompetenzen und Führungsaufgaben sehen sich ManagerInnen vor der Herausforderung konstanter Veränderung, lokal als auch global.

Multimediale Kommunikation, Führung auf Distanz oder Bedarf an erhöhter Vernetzung sind nur einige der Herausforderungen, die eine Führungskraft von heute wie selbstverständlich bewältigen muss. Die Anforderung an das Selbstmanagement der Führungskräfte, flexible Führungskompetenzen durch die Internationalisierung und den oft hoch komplexen Führungsalltag fordern eine verstärkte Auseinandersetzung mit der eigenen Führungsrolle und den eigenen Führungspotenzialen.

Die Realität sieht jedoch häufig anders aus

MitarbeiterInnen werden in eine Führungsrolle gehoben und müssen den Sprung zur Führungskraft selbstständig bewältigen. Häufig behalten sie ihre gesamte Palette an Aufgaben und erfüllen die Führungsrolle „on top“. Sie führen bereits als TeamleiterIn ihre KollegInnen aus globalen Standorten. Führungskräfte steigen auf, damit steigen die Anforderungen und Erwartungen an Führung und die Komplexität der Führungsaufgaben. Führung, strategische Entwicklungen, Initiieren und Begleiten von Veränderungen, häufig auf globaler Ebene, sollen neben vielen anderen Themen im Vordergrund stehen. Operative Aufgaben sollen zunehmend delegiert werden. Viele Führungskräfte im mittleren Management sind oft noch zu sehr im operativen Geschäft verhaftet und gelangen dadurch in einen Sog von Leistung und Zeit. Gespräche aus der Praxis zeigen, dass ein Festhalten an der operativen Ebene nicht immer durch den Arbeitsalltag vorgegeben ist, sondern häufig einen Anker der Sicherheit in einem Umfeld steigender, globaler Komplexität bildet.

Führungskräfte sind Hochleistungssportler

Führungskräfte im Top Management sind höchsten Anforderungen und Belastungen ausgesetzt, vergleichbar mit den Anforderungen an Hochleistungssportler. Hochleistungssportler jedoch haben persönliche Coaches im physischen und mentalen Bereich, Mannschaften gehen regelmäßig in Trainingscamps und werden intensiv begleitet. Dafür fehlt dem Top Management die Zeit.

Der Zeitmangel zur Entwicklung und Reflexion auf allen Führungsebenen ist real eine „Zeitfalle“. Um das eigene Führungs- und Leistungspotenzial an die sich ständig wandelnden Anforderungen adaptieren zu können, bedarf es „Auszeiten“ zur Reflexion und Kurskorrektur. Führen ist nicht wie Fahrradfahren: „wenn man es einmal gelernt hat, verlernt man es nicht mehr“.

Führungskanon um Stress vorzubeugen

Ein Führungskanon zu Beginn der Führungskarriere legt eine solide Grundlage. Führungsverantwortung bedeutet Entwicklung und Selbstmangement. Entwicklung ist ein Prozess, lebenslanges Lernen und Reflexion des Gelernten, um die Aufgabe effektiv und mit hoher Motivation und Sicherheit erfüllen zu können. Die Führungskraft sollte sich selbst und die MitarbeiterInnen so führen, dass Belastung und Stress gut ausgeglichen werden können. Eine Führungskraft, die konstant unter negativem Stress leidet, überträgt diesen auf die MitarbeiterInnen. Praxisbeispiele zeigen, dass sich in solchen Fällen die MitarbeiterInnen verantwortlich für die Führungskraft fühlen – die Rollen vertauschen sich. Teams erbringen nicht die gewünschte Leistung oder zeigen nicht das gewünschte Verhalten. In der Praxis kristallisiert sich aus einer Teamentwicklung nicht selten ein Führungsthema aus der unmittelbaren oder den darüber liegenden Führungsebenen heraus.

Effizienz durch Zeitmanagement

Zur Effizienzsteigerung der Führung und somit für die Zielerreichung und Entwicklung des Unternehmens, benötigen die Führungskräfte spezielle Führungskräftetrainings, immer wieder Zeit zur Reflexion, zum Überdenken des Führungsverhaltens sowie zur Adaption. Einbezogen werden aktuelle Entwicklungen, demographische und soziale Veränderungen sowie damit einhergehende, veränderte Anforderungen an Unternehmen und Führung.

Führung ist ein Schlüsselelement zum Erfolg

Ein reflektiertes und positives Führungsverhalten wirkt sich unmittelbar auf die Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Motivation der MitarbeiterInnen und somit auf die Unternehmensergebnisse aus. Voraussetzung dafür sind ein geregeltes Zeitmanagement und eine klare Aufgabenverteilung.

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