Konflikte am Arbeitsplatz - Warum wird gestritten und was ist die Lösung?

Konflikte am Arbeitsplatz
Ein Beitrag von Bahar Moumin, Manager Marketing & Sales bei ti communication

 

Eine Welt ohne Konflikte ist unvorstellbar. Jeder von uns ist in seinem Alltag schon einmal in einen Konflikt verwickelt gewesen. So lassen sich Konflikte in unserem Leben oder Arbeitsalltag nicht immer zu vermeiden, was unter anderem an den verschiedenen Vorstellungen der Beteiligten liegt. Jeder Mensch ist anders und jeder hat seine Wertvorstellungen und Meinung. Diese Punkte sind die Hauptbestandteile der Kommunikation, des Progresses und des Lernens. Der Konfliktverlauf ist dabei in den meisten Fällen alles andere als konstruktiv, obwohl Konflikte sogar gewinnbringend sein können.

 

Konfliktarten

Im allgemeinen Berufsleben kommen folgenden Konfliktarten häufig vor: Konflikte auf der Beziehungsebene, z.B. Antipathien, die häufig ohne einen logischen Grund auftreten. Aufgrund des Konkurrenzdenkens, Angst vor Machtverlust oder vor Abhängigkeit treten Machtkonflikte auf.
Auf eine  konkrete Situation bezogene Konflikte, die Meinungsverschiedenheiten und Uneinigkeiten, sowie nicht akzeptierte Lösungsmöglichkeiten beinhalten, beschreiben die Sachkonflikte. Bei dem Zusammentreten beispielsweise von den  klar  vs. spontan geregelten Arbeitsauffassungen geht es um die Wertekonflikte. Als nächstes kommen die Konflikte auf der Kommunikationsebene, wo das Haupturteil irgendein  Missverständnis ist, angefangen von der Mimik und Gestik bis hin zu Texten und Wörtern.

Eine weitere Konfliktart ist der Rollenkonflikt. In einem sozialen Umfeld hat jeder seine Rolle und Erwartungen, die verbalisiert oder nicht verbalisiert sein können. Widersprechen die Erwartungen, die man gerne hätte, den Ergebnissen/realen Situationen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Rollenkonfliktes.

Gründe für Konflikte mit KollegInnen

● Intervention einer Person in jedem Gespräch, Prozess, Projekt unabhängig vom Thema und der ZuständigkeitKonflikt 2 verkleinert
● Relevante Tatsachen werden nicht vollständig dargestellt
● Vorgabe von Regeln und Anforderungen mit viel Interpretationsraum
● Zustimmung jeder Meinung, auch wenn sie widersprüchlich sind  und Schweigen, wenn eine Aussprache nötig ist
● Sich häufig krank melden und nicht erreichbar sein, besonders zu Stoßzeiten bzw. Projektspitzen
● Versprechen brechen, z.B. die Deadline nicht einhalten und Unzuverlässigkeit beweisen
● Sehr häufig Feedback sammeln: Dadurch beweisen Sie, wie gerne Sie Meinungen annehmen, dabei sollten alle anderen Ideen nicht vernachlässigt werden.
● Prämien nur für ausgewählte MitarbeiterInnen, die die gleiche Aufgaben wie andere erfüllen
● Das gleiche Prinzip mit der Anerkennung und mit den Vorschlägen: die Konzentration nur noch auf eine/n einzige/n MitarbeiterIn kann zu Konflikten führen


Welcher Konflikttyp sind Sie?

VermeiderInnen haben keine große Neugier an der Erreichung eigener und zugleich der gemeinsamen Interessen. Sie treten eher von Konflikten zurück, indem sie diesen ignorieren und auf eine solide    Lösung hoffen, ohne dies zu klären. Nicht geklärte Probleme werden in einer Warteschlange hängen bleiben und eines Tages riesige Schwierigkeiten mitbringen.

● Eigene Nutzen/Interessen zu verfolgen haben für die „WaffenträgerInnen“ eine große Bedeutung im Gegensatz zu den Interessen von anderen. Zur Durchsetzung ihrer Interessen versuchen „WaffenträgerInnen“ Manipulationen, Machtbereiche und Autorität ins „Spiel“ zu bringen. All diese Schritte werden zur Verschlechterung der Beziehungen führen.

Gemeinschaftstyp streben nach der Befriedigung der beidseitigen Interessen. Sie arbeiten mit anderen Parteien sehr kooperativ und finden bei Uneinigkeiten eine Alternative. Durch diese Methode wird eine Lösung des Konflikts realistisch.

● Für die AnpasserInnen ist die gemeinsame Zufriedenheit wichtiger als seine eigenen Interessen. In diesem Fall ordnet sich der/die AnpasserIn unter und die Beziehungen sind für ihn wichtiger. Diese Lösungsmöglichkeit hat keinen dauerhaften Erfolg, da dadurch die Konflikte sehr häufig nur verschoben werden.

„RichterIn“ klärt zunächst die einzelnen Interessen und sucht dann mit der anderen Partei eine Lösungsmöglichkeit. Bei dieser Art der Konflikthandhabung können beide Parteien ans Ziel kommen.

Haben Sie Ihren Typ gefunden? Oder sind sie eine Mischung je nach Situation oder PartnerIn?

Konfliktmanagement

Stehen zwei  unvereinbare Interessen, Meinungen, Sichtweisen oder Persönlichkeiten gegenüber, „riecht es schon nach Konflikten“. Lösungsorientierte Techniken und Taktiken (z.B. Konfliktberatung und Mediation) zur Verhinderung einer Konflikteskalation oder -ausbreitung  sind unter dem Konfliktmanagement zu verstehen. Ziele des betrieblichen Konfliktmanagements sind:

● Gründe herausfinden
● Konfliktkosten reduzieren
● Eine akzeptable Lösung für alle Parteien finden
● Zukünftige Zusammenarbeit der Parteien ermöglichen
● Weitere/bestehende Konflikte vorbeugen/überwinden

Konflikte lösen

Konflikt 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Je frühzeitiger Sie einen Konflikt erkennen, desto einfacher wird er zu lösen sein. Es herrscht die irreführende Meinung, dass Konflikte stets vermieden werden sollen. So ist es aber nicht, da Konflikte unvermeidbar sind und letztendlich nur mit einem richtigen Umgang gelöst werden können. Manchmal werden die Beziehungen der KollegInnen nach einer Konfliktlösung sogar noch besser oder produktiver.

Richtiger Umgang mit Konflikten

Zahlreiche Übungen, Methoden, Tipps und Strategien sind heutzutage über das Thema Konfliktmanagement zu finden. Wir stellen Ihnen unsere Auswahl vor.

● Versuchen Sie den Grund herauszufinden, warum der Konflikt aufgetreten ist. Versuchen Sie zu erkennen mit welchen Gefühlen diese Konfliktsituation verbunden ist und wer darunter leidet.
● Bleiben Sie sachlich: ruhig und souverän zu bleiben anstatt zu emotional und persönlich zu reagieren. Es lohnt sich nach Lösungen anstatt den Schuldigen zu suchen.
● Betrachten Sie die Tatsachen aus der Sichtweise des Gegenübers. Fragen Sie, wie die andere Person  die Situation sieht und welche Lösungsmöglichkeiten sie anbietet.
● Benennen Sie Ihre Gefühle. Es ist wichtig einander zuzuhören, ausreden  zu lassen und  versuchen zu verstehen.
● Zeigen Sie Kompromissbereitschaft: Nur durch das Hören wird der Konflikt nicht gelöst. Sie müssen auch mit Ihrem Verhalten signalisieren, dass Sie sich einen dauerhaften Konsens wünschen.

Zur Konfliktlösung führen Unternehmen Konfliktberatungen, -schlichtungen und Mediation durch. Dabei können entweder externe Dienstleister oder intern geschulte Führungskräfte bzw. MitarbeiterInnen helfen. ti communication selbst bietet verschiedene Trainings im Konfliktmanagement an, die Ihnen dabei helfen können, gegebene Konflikte erfolgreich zu meistern. Weitere Informationen finden sie in unserem Trainingskatalog oder offenen Trainings.

 
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