Warum ist interkulturelle Kompetenz so wichtig?

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"Andere Länder, andere Sitten"

Das Wort „Globalisierung“ steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt vieler Diskussionen. Die Globalisierung schreitet voran und ganze Arbeitswelten verschmelzen miteinander. Viele Unternehmen haben in unterschiedlichen Ländern und Kontinenten Abteilungen oder haben mit internationalen Partnern und Kunden zu tun. Wenn dies nicht der Fall ist, dann hat in fast jedem Unternehmen mindestens eine/r der MitarbeiterInnen eine andere kulturelle Herkunft. Die Schlüsselkompetenz eines/r jeden Mitarbeiters/in lautet daher: Interkulturelle Kompetenz. Doch was genau bedeutet dieser Begriff, der allzu oft benutzt wird?

Die interkulturellen Unterschiede in multikulturellen Teams haben ihre Vorteile und Schwierigkeiten. Zu den Schwierigkeiten gehören die

Zu den Vorteilen multikultureller Teams gehören die

  • Nutzung der kulturspezifischen Stärken und Kompetenzen
  • Steigerung der Kreativität
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Einbeziehung anderer Kulturen und geografische Ausdehnung.

Aus diesem Grund streben Unternehmen danach, die Schwierigkeiten in Teams durch interkulturelles Lernen, interkulturelle Kompetenzverstärkung sowie offene Kommunikation zu überwinden und die Vorteile gezielt zu nutzen. Die verschiedenen Persönlichkeiten und Arbeitsweisen zielgerecht und angepasst einzusetzen wird auch zu Gunsten des Unternehmens dienen.

Der Geschäftserfolg der Unternehmen, die mit Internationalisierung zu tun haben, hängt teilweise von dem Grad eigener Kompetenzen aus der interkulturellen Sicht ab. Deshalb fördern die Unternehmen diese Kompetenzen durch interkulturelle Team- oder Einzeltrainings. Die Aufgabe des interkulturellen Managements ist nicht nur die Bekanntgabe der zulässigen und unzulässigen Verhaltensweisen an dem ausländischen Geschäftsleben, sondern auch Handlungen zu begründen sowie Denk-, Führungs- und Arbeitsweisen beizubringen.

Neben den Sprachkenntnissen trägt die interkulturelle Kompetenz einen Großteil zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit und auch des persönlichen Erfolgs mit anderen Kulturen bei.

Die Fähigkeit, mit Menschen anderer Kulturen angemessen und erfolgreich zu kommunizieren, den Umgang zu pflegen und sich zu verständigen heißt interkulturelle Kompetenz.

„Andere Länder, andere Sitten“, deshalb ist es für ein problemloses Miteinander wichtig die kulturellen Hintergründe zu berücksichtigen. Es ist sehr einfach eine Person schnell zu beurteilen und sie „komisch“, „gut“ oder „schlecht“ zu finden ohne sich richtig zu informieren. Interkulturell kompetent gilt eine Person, die verstehen kann, wie die anderen Kulturen denken, warum sie auf eine bestimmte Art und Weise handeln, was sie in verschiedenen Situationen fühlen und wie sie die Tatsachen wahrnehmen im Vergleich z.B. mit der eigenen Kultur. Und zu guter Letzt: interkulturelles Wissen erleichtert die Kommunikation.

Wie interkulturell sind Sie?

Um Ihre Kenntnisse zu testen, empfehlen wir Ihnen diesen kurzen Selbsttest „Bin ich interkulturell kompetent?“ durchzuführen.

Die folgenden Merkmale bezeichnen Ihre interkulturellen Fähigkeiten

  • Sie interessieren sich gerne für andere Menschen und für deren Ideen
  • Sie sind offen bei der Kommunikation
  • Sie sind fähig vertrauliche Beziehungen zu schaffen und zu pflegen
  • Sie interessieren sich gerne für andere Menschen und für deren Ideen
  • Sie verfügen über emotionale Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität (bzgl. der Gedanken und Gefühle des Gegenübers)
  • Sie verfügen über die Fähigkeit selbst Initiative zu ergreifen und bei Stresssituationen Ruhe zu bewahren
  • Sie sind selbstsicher und nicht starr.

Interessante Fakten über andere Kulturen, die Sie wissen sollen

photo 1540866225557 9e4c58100c67    Indien verkleinert    Japan Berg Fuji Photo by Manuel Cosentino on Unsplash

Wir haben ein kleines Bündel an Fakten über einige Länder zusammengestellt, die sehr interessant sind. Viel Spaß beim Lesen.

Indien:

  • Die InderInnen legen keinen großen Wert auf Pünktlichkeit, da sie einfach nicht besonders interessiert an Termintreue sind.
  • Sie tauschen die Visitenkarten ausschließlich nur mit der rechten Hand, da die linke Hand als dreckig gilt.
  • In Indien ist es nicht üblich, direkte Kritik zu äußern.

Japan:

  • Die JapanerInnen tragen oft Schutzmasken, nicht deshalb, weil sie Angst vor Bakterien oder Krankheiten haben. Sie tragen sie aus Gründen der Rücksichtnahme, wenn sie selbst krank sind und andere Menschen nicht anstecken wollen.
  • Die JapanerInnen bleiben und arbeiten lange im Büro, obwohl die durchschnittliche Arbeitszeit bei 40 Stunden liegt. Es gilt als unhöflich früher als der Chef den Arbeitsplatz zu verlassen. Deshalb bauen viele ungefragt Überstunden auf, weil die KollegInnen das auch machen, obwohl das meist mit der produktiven Arbeit nichts zu tun hat. In großen Unternehmen sind Menschen angestellt, die MitarbeiterInnen nach Feierabend nach Hause schicken.

Arabische Länder:

  • Die AraberInnen kommunizieren indirekt und legen großen Wert auf den respektvollen Umgang. Die direkte Kommunikation gilt als unhöflich und ungebildet.
  • Sie verbinden gerne berufliches und privates. Sie sind besonders personenorientiert und wenn Sie nur auf der Sachebene bleiben möchten, haben Sie wenige Chance Ihre beruflichen Ziele zu erreichen.
  • „Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit“ ist ein typisches Sprichwort für AraberInnen. Sie planen die Zeit kurzfristig und flexibel und große, langfristige Planungen sind fremd für sie.

Wie können Sie interkulturelle Kompetenzen erwerben?

Den Kulturschock zu vermeiden und sich an neue Kulturen schnell zu gewöhnen (Infrastrukturen, Mentalität, Lebensweise usw.) ermöglicht das Vorhandensein der interkulturellen Fähigkeiten. Sowohl seit Kindheit durch die Erziehung, als auch später durch das Lernen kann diese Fähigkeit erlernt, entwickelt und unterstützt werden. Solche Kenntnisse können Sie z.B. durch Sprachkurse, Trainings oder Coachings erwerben. ti communication bietet eine Vielzahl von interkulturellen Trainings, Beratungen und Coachings mit dem Fokus zu 130 Zielkulturen. Bei unseren offenen Trainings können Sie sich über Ihr gewähltes Land genauer informieren. Unsere interkulturellen TrainerInnen und BeraterInnen sind weltweit für Sie persönlich da.

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Freitag, 24. Mai 2019

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