“Global Reach, Local Touch – How Streams of Culture are Shaping our Future”…

“Global Reach, Local Touch – How Streams of Culture are Shaping our Future”…

…lautete das Motto des Europakongresses von SIETAR (society of intercultural training and research) von 18. bis 21. September in Tallinn/Estland. Mehr als 300 interkulturelle TrainerInnen und BeraterInnen aus allen Teilen der Welt trafen sich dort um neue Beratungs- und Trainingsansätze sowie best practice-Beispiele aus unterschiedlichen Kulturen auszutauschen. ti communication unterstütze als ein Hauptsponsor des Kongresses dieses Anliegen. Uns ist ungemein wichtig, wesentlich zur Weiterentwicklung bestehender Konzepte mitzuwirken und das vorhandene Know-how damit besser und somit gewinnbringend bei unseren Kunden einzusetzen.

Einst standen interkulturelle Trainings im Mittelpunkt konzeptioneller Überlegungen, nun stehen immer häufiger Consulting-Einsätze im Mittelpunkt der Angebote interkulturell tätiger Dienstleister. Zahlreiche Expertengespräche am Rande der Konferenz geben dabei der Neuausrichtung von ti communication als Consulting-Unternehmen Recht. Die interkulturellen ExpertInnen sind die richtigen Berater für Change-, Leadership- und Teamdevelopmentprozesse und können mit ihrem Know-how Unternehmen gezielt strategisch beraten.

 

IMG 4049Mit Richard Lewis, Milton Bennett (Bild unten:rechts), Charles Hamden-Turner (Bild unten:links), Ida Castiglioni (Bild rechts) und weiteren ReferentInnen trugen die führenden ExpertInnen der Gegenwart zum Gelingen der drei Tage bei. Mit Prof. Castiglionis Beitrag „The Mementic Construction of Culture: Implication for Intercultural Research and Training“ stellte sie dar, wie Kultur nicht allein von der Beschreibung ihrer selbst wahrgenommen werden  kann, sondern wie sie immer auch Gegenstand von self-fulfilling Prozessen ist. „Human culture is both the product and the process of that selection“, so ihre zentrale Aussage. Am  Beispiel sozialer Medien zeigte sie auf, wie sogenannte “memes”, also zum Beispiel  Vorstellungen über Sachverhalte, Kommunikationsverhalten oder ästhetische Sichtweisen, Bestandteil einer Kultur werden. Die aktive Teilhabe in einer Kultur wird somit zum  Gegenstand der Beschreibung der Kultur selbst. Wo überholte Modelle zu kurz greifen, rückt  hier die aktuelle kulturelle Entwicklung in den Mittelpunkt der Betrachtung.  

Castiglionis Beitrag sowie Prof. Bennetts Ausführungen zum Thema „Culture is not an Iceberg, and Competence ist not Intelligence: The Ravages of Reification in Intercultural Theory & Research“ können als richtungsweisend betrachtet werden. Zur Einführung zu diesem Thema haben wir hier die kurze Zusammenfassung des Vortrags aus dem SIETAR-Kongresskatalog angehängt.

IMG 4056„Reification“ refers to the attribution of concrete reality to constructed abstract concepts, measurements, or institutional structures. Linguists have long noted the danger of reification with the dictum “the map is not the territory” (Korzibski, General Semantics). More deeply, the sociologists Berger & Luckmann (Social Construction of Reality) state that “despite the objectivity that marks the social world in human experience, it does not thereby acquire an ontological status apart from the human activity that produced it…Reification implies that man is capable of forgetting his own authorship of the human world, and further, that the dialectic between man, the producer, and his products is lost to consciousness.” In our intercultural work, reification is problematic in at least two major ways: 1) it leads to an essentializing of culture (like an iceberg) that, beyond the unfortunate metaphor, encourages trainers & educators to teach cultural values and styles as if they were attributes of something rather than simply being convenient observational categories. Trainees and students leave these courses with the idea that, for instance, national cultures really are more or less “power-distant”. Similarly, when intercultural competence is treated as a set of measurable human characteristics rather than as dynamic adaptive behavior, researchers commit the same error as that described by social biologist Stephen Gould in the Mismeasure of Man – the reification of a measurement category. First there was a measurement of certain adaptive learning behavior, then the measurement was assumed to be linked to some internal condition, which became “intelligence”. This presentation will explore how to avoid reification in theory and research, with the ultimate goal of creating a non-reified approach to intercultural training.*

Neben spannend vorgetragener theoretischer Modelle und der ebenso spannenden Darstellung von Umsetzungsstrategien in multinationalen Konzernen, fand ein Filmfestival zum Thema mit anregenden Beiträgen aus allen Teilen der Welt statt. Am letzten Kongresstag überzeugte Piotr Pluta in seinem Workshop „Using humour to connect locally and globally“ bauchmuskelstrapazierend alle TeilnehmerInnen wie Humor letztendlich kulturübergreifen funktioniert. Womit wir wieder bei ti communication und seinen Grundsätzen gelandet sind: Interkulturelles Management soll erfolgreich sein und darf auch Spaß machen.                                                                                                                     

                                                                                                                                                                                                                                                             

http://www.sietareu.org/activities/congress2013/welcome

*Bennett, J.M. (2013). Culture is not like an Iceberg, and Competence is not like Intelligence: The Ravages of Reification in Intercultural Theory & Research. Global Research, Local Touch: How Streams of Culture are Shaping our Future, S.18

 

 

 

 

"Global Reach, Local Touch": SIETAR-Europakongress...
Resilienz - Wettbewerbsvorteil im Interkulturellen...
 

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Mittwoch, 18. September 2019

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