Ein Best Practice für interkulturelle Kompetenz: Deutschland, Österreich und die Schweiz – so nah und doch so fern!

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Die Rhomberg Gruppe leistet in den Bereichen Bau, Ressourcen und Bahntechnik mit mehreren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Jahren erfolgreiche internationale Arbeit. Dabei baut Rhomberg zu jeder Zeit auf Nachhaltigkeit und legt großen Wert auf die Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungen! Manuela Pölki, Mitarbeiterin der Human Resources Abteilung von Rhomberg Bau in Bregenz, Österreich, über kulturelle Unterschiede zwischen Österreich und seinen Nachbarn, Deutschland und der Schweiz.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für ein D-A-CH Training entschieden haben?
Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit Unternehmen der D-A-CH Regionen zusammen und haben uns gewundert, warum es auch nach so langer Zusammenarbeit immer noch Differenzen und Unterschiede gibt, denen man sich vorher nie wirklich bewusst war. Es stellte sich heraus, dass diese Probleme kultureller Natur sind, deshalb haben wir uns für ein interkulturelles Training in den D-A-CH Kulturen entschieden.

 Gab es einen speziellen Grund dafür, dass Sie sich für die Zusammenarbeit mit ti communication entschieden haben?

Nach langer Recherchearbeiten und Erfahrung mit anderen interkulturellen TrainerInnen hat sich herausgestellt, dass Frau Hegner die beste Wahl für uns ist. Es war ein tolles Training!

Wie schätzen Sie persönlich die kulturellen Unterschiede im D-A-CH Raum ein und warum ist Ihrer Meinung nach ein Training wichtig oder notwendig?
Die kulturellen Unterschiede sind in der Realität viel größer als anfänglich gedacht oder vermutet. Österreich ist sehr kleinteilig, von einer Stadt zur Nächsten sind die Gepflogenheiten unterschiedlich. Man orientiert sich hier nicht an den Lebensweisen in der Großstadt, sondern an dem, was man in der Region oder in seinem Dorf hinsichtlich Kultur und Dialekt vorgelebt bekommt. Uns selbst ist dies jedoch gar nicht bewusst. Wo in Deutschland das kulturelle Leben etwas großflächiger gelebt wird, gibt es in der vergleichsweise kleinen Schweiz das Kantonwesen oder in Österreich die Bundesländer, deren Bewohner darauf bestehen, anders zu sein als die anderen. Das muss man natürlich auch in der interkulturellen Zusammenarbeit berücksichtigen.

Welchen Wettbewerbsvorteil verspricht sich ein Bauunternehmen wie Rhomberg davon?
Wir erwarten uns ein besseres gegenseitiges Verständnis! Dass Missverständnisse vermieden werden oder dass man sich bei Unstimmigkeiten bewusst ist, woran es liegen könnte, wenn nicht die Fortschritte passieren, die man sich erwartet. Denn in eine Verstimmung gerät man schnell, wenn etwas nicht passt. Man hat leider zu selten eine Ahnung, was der ausschlaggebende Grund dafür war.

Was haben Sie ganz persönlich für sich aus dem Training mitgenommen?
Für mich sind seit dem Training die „leisen Töne“ ganz wichtig, die z.B. in der Schweiz gefragt sind. Wenn man darauf nicht aufmerksam gemacht wird, übersieht man sie ganz schnell. Denn in Deutschland und Österreich ist man die harte Linie, den direkten Kommunikationsstil, gewohnt. Wenn man weiß, wem welche Kommunikationsweisen wichtig sind, dann packt man ganz anders an. Nur so findet man einen gemeinsamen Nenner. Bei uns sitzen wir sehr oft mit Menschen aus allen drei Ländern, Deutschland, Österreich und der Schweiz, an einem Tisch. Mit den richtig gelernten Herangehensweisen funktioniert die Kommunikation deutlich besser.

Was ist denn ein gutes Beispiel, dass die Unterschiede zwischen den Kulturen im D-A-CH Raum gut beschreibt?
Die unterschiedlichen Feedbacks. Von einer Seite kommen sie knallhart (Deutschland), von der anderen eher „weichgespült“ (Österreich) von der Dritten überhaupt nicht (Schweiz). Im Training lernt man, dass es manchmal nötig ist, seinem (anderskulturellen) Gegenüber Raum zu geben, damit dieser sich wirklich öffnen kann. So kann man Strategien entwickeln, wie man gezielt mit den verschiedenen Kulturen umgeht. Und manch einer geht dann vielleicht mit ein wenig mehr Zurückhaltung in das Gespräch.

Und noch eine Frage ganz zum Schluss: Hat das Training Ihnen und den Teilnehmern Spaß und Freude bereitet?
Wir haben uns sehr gut zusammen mit ti communication vorbereitet und vorab sehr ausführlich besprochen, wie die Lage bei uns im Unternehmen ist. Natürlich hängt es am Ende auch davon ab, wie sehr sich die TeilnehmerInnen einbringen. Intern haben wir versucht, vor unserem Training Beispiele zu finden in welchen bestimmten Situationen wir Verbesserungspotential bzw. Probleme sehen. Viele von uns haben überhaupt keine Beispiele aus dem Stehgreif nennen können. Erst während des Trainings kamen so einige Situationen ans Tageslicht, die vorab nicht bewusst als kulturelle Unterschiede wahrgenommen wurden. Durch den theoretischen Input und die praktischen Beispiele der TeilnehmerInnen erkennt man seine eigenen Geschichten wieder und lernt dazu. Das Training bei ti communication war daher sehr informativ und hilfreich!

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