Das macht eine gute Führungskraft aus: Die 3 ‚etwas anderen‘ Kompetenzen

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Eine gute Führungskraft zu sein ist nicht einfach. Man muss sich mit unzähligen Beschwerden herumschlagen: 37 % der MitarbeiterInnen klagen über eine mangelhafte interne Kommunikation, 35 % über eine schlechte Arbeitsatmosphäre und 23 % über fehlende Entfaltungsmöglichkeiten. Nur jeder zweite Mitarbeiter ist mit seinen Arbeitsbedingungen generell zufrieden. Eine gute Führungskraft kann jedoch für mehr Zufriedenheit sorgen – Wie? Drei etwas andere Führungskompetenzen werden Ihnen helfen und für neue Anregungen sorgen! Von Sinnfindung bis hin zu Lollipop-Momenten, ist es an der Zeit, sich inspirieren zu lassen.

 

 

 

 

 

Gute Führungskräfte brauchen EinfachheitPhoto by Benjamin Dada on Unsplash

Google wird täglich mit Fragen überhäuft. Eine sehr beliebte Frage unter Führungskräften:

Was macht eine gute Führungskraft aus?

Über 6 Millionen Suchergebnisse verraten Ihnen die Geheimnisse.

Listen von 10, 15, oder sogar 50 Charakteristiken die Sie mitbringen sollten, reihen sich auf. Die Checklisten reichen von Integrität bis hin zum simplen „Zeit nehmen“. Einige Statistiken besagen, dass das Aussprechen von Wertschätzung und Feedback am wichtigsten sei, während andere Statistiken auf Resilienz setzen.

In Googles eigener Führungsstudie ‚Project Oxygen‘, stellte sich ein interessantes Ergebnis heraus: Gute Führungskräfte agieren als Coaches. Dabei ist zu beachten, dass der Fokus nicht nur bei den MitarbeiterInnen liegt, sondern auch auf Selbstreflexion. Oftmals braucht es Einfachheit, bevor komplexe Situationen in Angriff genommen werden können. Kompetenzen wie aktives Zuhören, hilfreiches Feedbackgeben oder MitarbeiterInnen mit individuellen Lösungsansätzen weiterhelfen, können Sie nur entwickeln, wenn Sie zunächst Ruhe schaffen und sich mit Ihrem eigenen Mindset auseinandersetzen.

Erfolgreiche Führung gelingt mit Sinn

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:

Sie kommen morgens ins Büro und alle Leute begegnen Ihnen mit einem Lächeln. Der Duft von frisch gekochtem Kaffee liegt in der Luft und Sie wissen, heute wird ein guter Tag – wie so oft. Sie machen nicht nur Ihre Arbeit gern, sondern wissen auch, dass Ihre MitarbeiterInnen einen Sinn in ihrer Arbeit sehen.

So etwas gibt es nur im Traum, denken Sie? Vielleicht nicht.

In dem Buch Big 5 for lifeWas wirklich zählt im Leben erzählt John Strelecky die Geschichte der besten Führungskraft der Welt: Thomas. Er führt seine Unternehmen anhand zweier Leitlinien:

  1. Jede/r MitarbeiterIn muss seine persönliche Bestimmung kennen.
  2. Jede/r muss seine fünf Ziele die er im Leben erreichen will, ausformuliert haben.

Eins wird im Buch schnell deutlich: Hier wird nicht von der Norm gesprochen. Das Buch regt zum Umdenken an, was in der zunehmend agilen Arbeitswelt mehr denn je gefragt ist. Hinzu kommt ein großer Fokus auf kritische Selbstreflexion und persönliche Weiterentwicklung. Diese Aspekte sind wichtige Komponenten, um eine gute Führungskraft zu sein.

Einige Fragen an Sie:

  • Warum haben Sie sich für eine Karriere in Ihrem Unternehmen entschieden?
  • Warum wollen Sie eine gute Führungskraft sein?
  • Was erfüllt Sie in Ihrer derzeitigen Position?

Studien unterstützen die Tatsache, dass Selbstreflexion entscheidend ist: MitarbeiterInnen, die am Ende des Tages 15 Minuten damit verbrachten, den Tag und die gelernten Dinge zu reflektieren, lieferten 23 % bessere Ergebnisse nach zehn Tagen als jene, die sich keine Zeit für Reflektion nahmen.

Gute Führung mit Sinn wird Ihre Belastbarkeit erhöhen und sich außerdem positiv auf Ihr Team auswirken. Resilienz wird nicht ohne Grund als Führungskompetenz der Zukunft bezeichnet!

Angst mit Lollipop-Momenten ersetzen

Wie fühlt es sich an, wenn Sie sich selbst als Anführer bezeichnen? Positiv, etwas komisch oder gar arrogant?

Drew Dudley hat die Erfahrung gemacht, dass dem Wort Anführer, oder Führungskraft, in unserer heutigen Gesellschaft ein sehr hoher Wert zugeschrieben wird – so hoch, dass viele sich nur ungern damit identifizieren, sogar Angst haben, sich als solches zu bezeichnen.

Es ist beängstigenden, zu denken, dass wir einen gravierenden Einfluss auf unsere MitarbeiterInnen haben können. Ein Zitat von Marianne Williamson beschreibt eine bekannte Situation:

„Unsere größte Angst ist es nicht, unzureichend zu sein.

Unsere größte Angst ist es, grenzenlos mächtig zu sein.

Es ist unser Licht, vor welchem wir uns fürchten, nicht unsere Dunkelheit.“

Marianne Williamson

 

Photo by rawpixel on Unsplash00Diese Angst ist nur schwer zu ersetzen. Oftmals wird in der Arbeitswelt das ganze Lob an die großen Erfolge gerichtet, wobei die kleinen Taten mit bedeutendem Einfluss untergehen. Diese kleinen Taten sind die Lollipop-Momente. Es sind die Momente, in denen Sie etwas sagen oder tun, dass das Leben eines anderen fundamental bereichern.

Drew Dudley betont, dass wir nur gute Führungskräfte sein können, wenn wir den Mut haben, uns als solche zu bezeichnen; den Mut haben, die kleinen Lollipop-Momente zu schätzen und mit anderen zu teilen; den Mut haben, das Wort Führungskraft/Anführer zu leben, anstatt zu fürchten.

Sie müssen realisieren, dass Sie eine große Bereicherung im Leben Ihrer MitarbeiterInnen darstellen können. Als gute Führungskraft zählen die kleinen Taten genauso, wie die vermeintlich großen.

John Strelecky betont, dass Sie einen Sinn in Ihrer Arbeit finden müssen, um wirklich erfolgreich zu sein. Drew Dudley erinnert daran, dass Führungskräfte jeden Tag zur Weiterentwicklung nutzen sollten.


Die besten Anregungen helfen nichts, ohne die nötige Motivation zur Umsetzung. Brauchen Sie Unterstützung dabei? Dann informieren Sie sich hier über unsere Offenen Trainings um Ihre Führungskompetenzen weiterzubilden.


Am 30.04.2019 lädt ti communication wieder zu einem INTERCHANGE Evening in Regensburg ein. Bei lockerer Atmosphäre und einem interaktiven Austausch zu Personal- und Organisationsentwicklung wird unsere Referentin Anna Corbett einen kurzen Einblick in die Welt des Talentmanagements geben und dabei die unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten: Wie können Unternehmen den komplexen Anforderungen begegnen, sich als wertvoller „Arbeitgeber“ auf dem Markt platzieren und die gewonnenen Talente halten? Wir laden Sie ein, an diesem Abend mit uns gemeinsam zu diskutieren. Mehr Infos finden Sie hier.

 

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