Change Management – Lernen als Erfolgsfaktor der agilen Zukunft

Change Management
Die Zukunft ist agil und für Unternehmen gelten neue Spielregeln in der Welt von VUCA: Wer auch noch in der Zukunft erfolgreich sein möchte, muss mit Veränderungen nicht nur umgehen können, sondern sie auch managen können. Es geht darum, Stabilität und Flexibilität in Einklang zu bringen; sich anzupassen und dennoch, seine Corporate Identity beizubehalten und darum, stetig zu lernen. Erfahren Sie mehr über Change Management (Veränderungsmanagement), die 5 Erfolgsfaktoren und die 7 Lernschwächen, um die agile Zukunft zu meistern.

 

 

 

 

 

 

Change Management Definition – Was ist Change Management?

Stetige Veränderungen sind ein Teil unseres Arbeitsalltags geworden. Man kann sie weder aufhalten, noch verhindern – die Kunst liegt darin, Veränderungen zu managen. Faktoren, die zu dem dauerhaften ‚Change‘ betragen sind

samuel zeller 158996 unsplash

    • Entwicklungen in der Technologie Branche
    • Globalisierung
    • Stetig wechselnde Anforderungen von Partnern und Kunden
    • Entwicklung neuer Märkte
    • Vermehrte Konkurrenz

 

Beim Change Management geht es darum, neue Strategien umzusetzen, Strukturen und Verhaltensweisen anzupassen und Änderungen erfolgreich zu implementieren. Die Herausforderung liegt dabei zum einen in der Beobachtung des Ist-Zustands welcher stetig kontrolliert werden muss, damit eine schnelle Reaktion möglich ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der des Lernens: Nur wer sich in unserer heutigen Gesellschaft stetig weiterbildet, kann mithalten – das gilt auch für Organisationen.

Während viele Unternehmen Veränderungen zwar wahrnehmen, ergreifen nur wenige die Initiative um zu reagieren. Das Problem liegt oftmals darin, das Organisationen nicht wissen wie.

 

Die Fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation

Buch Cover

Change Management und Lernen gehen Hand in Hand. Die Fähigkeit nicht nur schneller, sondern auch effektiver zu lernen als die Konkurrenz, ist einer der größten Wettbewerbsfaktoren. Autor Peter Senge erklärt in seinem Buch „Die Fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation“ welche Faktoren das Lernen in einer Organisation ermöglichen, welche Schwächen uns davon abhalten und wie wir veraltete Denkweisen mit innovativen ersetzen können.

 

Die 5 Disziplinen für erfolgreiches Change Management

Generell gibt es bei den Disziplinen zwei Ebenen: Zum einen die persönliche, bei welcher im Mittelpunkt steht, seine eigenen Denkweisen zu hinterfragen, sein Verhalten zu reflektieren und sich stetig weiterzuentwickeln. Zum anderen die organisatorische Ebene, bei der es um Teams und Visionen geht. Die fünf Disziplinen, die das Lernen im Team und in der Organisation ermöglichen definiert Peter Senge als:

 

 

1. Personal Mastery (Persönliche Ebene)
  • Sich seinen eigenen Werten und Visionen bewusst sein und stetig reflektieren
  • Prioritäten setzen und die persönlichen Energien bedacht nutzen
  • Versuchen, die Realität aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten
2. Mentale Modelle (Persönliche Ebene)
  • Tief verankerte Denkweisen und Mentalitäten die unsere Wahrnehmungen der Realität beeinflussen
  • Versuchen, seine Weltanschauung zu erweitern
3. Gemeinsame Vision (Unternehmensebene)
  • Gemeinsam als Team ein Bild der Zukunft malen
  • Wahres Engagement schaffen
  • Schafft man eine gemeinsame Vision, lernen Mitarbeiter nicht weil sie müssen, sondern will sie wollen
4. Team-Lernen (Unternehmensebene)
  • Entwickeln und Zusammenbringen des Leistungsvermögens des Teams, sodass alle Teammitglieder ihre Ziele verfolgen können
  • Der Schlüssel: Kommunikation – durch eine offene Kommunikation werden alle Perspektiven einbezogen und neue können entstehen um Probleme auf kreativer Art und Weise zu lösen
5. Systemisches Denken
  • Die fünfte Disziplin, das systemische Denken, integriert und vereint alle oben genannten Disziplinen.

 

 

Die 7 Lernschwächen die uns zurückhalten

andrew neel 308138 unsplash

Es ist einfacher gesagt als getan: Um mit Veränderungen umzugehen, müssen Sie nicht nur flexibel sein, sondern auch inklusiv und dynamisch denken. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Vor allem in Unternehmen, werden Fehlern nur ungern eingestanden, Lernprozesse sind keine Priorität und die Gefahr von potenziellen Veränderungen wird ignoriert, bis es zu spät ist. Peter Senge definiert 7 Lernschwächen:Es ist einfacher gesagt als getan: Um mit Veränderungen umzugehen, müssen Sie nicht nur flexibel sein, sondern auch inklusiv und dynamisch denken. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Vor allem in Unternehmen, werden Fehlern nur ungern eingestanden, Lernprozesse sind keine Priorität und die Gefahr von potenziellen Veränderungen wird ignoriert, bis es zu spät ist. Peter Senge definiert 7 Lernschwächen:

1. Ich bin meine eigene Position
  • Man sieht nur seine eigene Position
  • Man sieht seine Rolle im größeren Bild nicht und sieht somit nicht, wie die eigenen Handlungen andere beeinflussen
  • Man nimmt keine Verantwortung für Dinge, auf die man keinen direkten Einfluss hat
2. Der Feind ist da draußen
  • Fokus liegt auf „wir gegen die anderen“
  • Man sieht nicht, wie man selber zu Problemen beiträgt
3. Die Illusion des Lernens von Erfahrungen
  • Man lernt am besten von direkten Erfahrungen. Oftmals kommen die Konsequenzen des Handelns jedoch erst später zum Vorscheinen und man sieht die Verbindung nicht mehr/ kann nicht mehr daraus lernen
4. Der Mythos des Management Teamsbild
  • Das Management Team tut alles, um nicht schlecht dazustehen (Informationen werden zurück gehalten oder gar gefälscht)
  • Unternehmen fördern jene, die die Ansichten des Management Teams bekräftigen
  • Man tut so, als wenn man die selben Ansichten hätte, nur um gut dazustehen
5. Die Illusion der Führung/ Handlung
  • Man verwechselt Reaktion mit Aktion (man reagiert emotional und schnell, anstatt das größere Bild zu sehen und langfristige, strategische Entscheidungen zu treffen)
  • Man schiebt die Verantwortung von einer Person zur nächste und stellt sich den Problemen nicht
6. Der Fokus auf Ereignisse
  • Man gibt „Ereigniserklärungen“ die für die Gegenwart zwar relevant sind, jedoch von den grundlegenden Fehlermustern ablenken
  • Man versteht die grundlegenden Ursachen von Problemen nicht
  • Man denkt kurzfristig und verliert die Zukunft aus den Augen
7. Die Parabel des gekochten Froschs
  • not hear 2687975 1920(Schmeißt man einen lebendigen Frosch in den Kochtopf, wird er sich wehren und um sein Leben kämpfen. Tut man ihn jedoch in einen Topf mit kaltem Wasser und wärmt es langsam auf, wird der Frosch friedlich einschlafen und seinen Tod nicht mitbekommen)
  • Bei Unternehmen ist das ähnlich: Sie sehen langsam aufbauende Gefahren und Veränderungen nicht, bis es zu spät ist

Die Welt von VUCA steht nicht still und es gilt, die agile Zukunft erfolgreich zu meister. Daher ist die ständige Weiterentwicklung, auf persönlicher, sowie Unternehmensebene, der Grundstein für erfolgreiches Change Management, und somit Erfolg. Nicht nur Selbstreflektion und Teamförderung sind gefragt, sondern auch das Hinterfragen von grundlegenden Systemen im Unternehmen.
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