Business Coaching: Ein wirkungsvolles und nachhaltiges Entwicklungsinstrument, kein „quick fix“!

INTERCHANGE-Evening-Coaching

Am 16. Mai 2017 fand unser 2. INTERCHANGE Evening statt. Dieses Mal ging es um das Thema „Coaching“, insbesondere Business Coaching bzw. Coachings für Führungskräfte.

Zu Beginn stellte Referentin Anna Corbett, selbst Beraterin und zertifizierter Coach, dar, welche Formen und Möglichkeiten von Coachings im Allgemeinen bestehen. Insbesondere die Abgrenzung zu anderen Themenfeldern wie Training, Mentoring, Beratung und Therapie war sehr aufschlussreich.

„Coaching“ ist ein bekanntes Instrument jedoch keine geschützter Begriff, der klaren Qualifikationen und Merkmalen und Zielen unterliegt. Daher entstehen immer wieder fälschliche Erwartungshaltungen. 

Wird ein Coach in wohlwollender Absicht kontaktiert weil z.B. „… ein Abteilungsleiter sein Team schnell in den Griff bekommen muss…“ besteht Klärungsbedarf. Coaching ist kein „quick fix“ für ein vermeintlich lokalisiertes „Defizit“. Coaching ist eine wirksame „Hilfe zur Selbsthilfe“. Der Coach unterstützt „den Abteilungsleiter“ in einem Reflexionsprozess dabei, seine eigenen, für ihn selbst stimmigen und sinnvollen Lösungswege im Rahmen seines eigenen Anliegens zu entwickeln.

Frau Corbett stellte in diesem Zusammenhang zentrale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Coaching vor:

  • Freiwilligkeit: Ein Coaching kann nicht „verordnet“ werden. Der Coachee muss dem Coaching freiwillig zustimmen bevor ein Coach angefragt wird.
  • Diskretion und Offenheit: Diskretion ist die Basis für Vertrauen und Offenheit. Inhalte, die im Coaching thematisiert werden, dürfen vom Coach nicht weitergegeben werden.
  • Eigenes Anliegen: Der Coachee hat den Wunsch zu reflektieren, wie er/sie sich zu bestimmten Dingen, Personen oder in bestimmten Situationen verhalten soll. Dritte können versuchen, ein Anliegen bei der betroffenen Person hervorzurufen. Entsteht daraus jedoch kein Anliegen bei der betroffenen Person, wird ein Coaching erfolglos sein.
  • Vertrauen: Nur wenn eine stabile Vertrauensbasis zwischen Coach und KlientIn existiert kann das Coaching gelingen. Coach und Coachee entscheiden über die Zusammenarbeit – „die Chemie muss stimmen“
  • Veränderungsbereitschaft: Der Coachee sollte generell für Veränderungen offen sein; auch in Bereichen, die dem Klienten möglicherweise schwer fallen und mit der Überwindung von Widerständen verbunden sind.
  • Selbstmanagement-Kompetenzen: Ein Coaching ist nur dann erfolgreich, wenn der/die Coachee über ausreichende Fähigkeiten verfügt, Veränderungen selbständig einzuleiten und umzusetzen. Coaching ersetzt keine Therapie!

Nach Frau Corbetts Einführung fand eine Austauschrunde im Rahmen eines kleinen „WorldCafé“ statt. Dabei ging es sowohl um konkrete Coaching-Themen als auch um Widerstände, die Führungskräfte daran hindern ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Letztere reichten von finanziellen Aspekten über Zeitmangel bis hin zu Stigmatisierung des Instruments Coaching als Offenbarung einer Schwäche.

Wir danken allen TeilnehmerInnen für die aktive und inspirierende Teilnahme und freuen uns schon auf den nächsten INTERCHANGE Evening am 25.09.2017. Hier wird unser Experte Wolfgang Widder mit uns das große Thema „Change Management“ angehen. Wie freuen uns drauf!

(Nicht nur) Virtuell quer durch die Welt: Mit dem ...
ti communication in der Praxis
 

Kommentare

Gäste - IDeals am Dienstag, 11. Juli 2017 12:12

Interessante Bericht. Ich hatte viele Fragen zum Thema Coaching, aber in diesem Artikel habe ich alles gefunden was ich brauchte. Danke sehr!

Interessante Bericht. Ich hatte viele Fragen zum Thema Coaching, aber in diesem Artikel habe ich alles gefunden was ich brauchte. Danke sehr!
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Montag, 26. August 2019

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