„Urban Gardening“ oder die Entstehung Interkultureller Gärten

„Urban Gardening“ oder die Entstehung Interkultureller Gärten

Interkulturelle oder gemeinschaftliche Gärten umgeben von Hochhäusern – dies ist längst kein seltenes Bild mehr. Das Thema „Urban Gardening“ ist derzeit aktueller denn je. Neben der Produktion von regionalen und ökologisch angebauten Produkten steht bei den meisten urbanen Gärten speziell der soziale und kulturelle Aspekt im Vordergrund. Vor allem durch die steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland hat sich die Gartenbewegung zu einem praktischen Hilfsmittel der Integration entwickelt. Da Flüchtlinge und MigrantInnen vermehrt aus ländlichen Gegenden oder landwirtschaftlichen Verhältnissen stammen, kennen sie sich oft mit der Bewirtschaftung von Gärten aus. Bei der gemeinsamen Gartenarbeit können die Zuwanderer in einer vertrauten Umgebung leichter Kontakte knüpfen und ihr Wissen einbringen. Ein berühmtes Bespiel für einen urbanen Garten in Deutschland ist der Prinzessinengarten in Berlin Kreuzberg. Durch einen Aufenthalt in Kuba bekam der Gründer Robert Shaw 2009 die Idee, mit der Beteiligung vieler freiwilliger Helfer dieses Projekt aufzubauen.

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Deutsche Esskultur vom Spargel bis zur Kartoffel

Deutsche Esskultur vom Spargel bis zur Kartoffel

ti Kochkultur-Autor Christoph Hauser gibt Denkanstöße über unsere Konsumgewohnheiten und erklärt wie man mit etwas Geduld aus regionalen Kartoffeln leckere Gerichte zaubern kann.

Spargel ist wohl das einzige Gemüse von dem die Menschen genau wissen, wann es Saison hat. Die Saison geht bis Johanni, dem 24. Juni. Soviel ist mal klar. Und ab wann? Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Boden so warm ist, dass die Spitzen aus dem Boden kommen. Oder ab dem Zeitpunkt, ab dem die Fußbodenheizung in den Feldern den Spargel sprießen lässt?
Und was ist mit den Kartoffeln? Also die jungen, kleinen, mit der dünnen Schale? Die gibt es jetzt so nach und nach! Ich habe sie aber schon seit Wochen gesehen. Aus Ägypten nämlich. Und hier wird die fehlende Geduld erst so richtig deutlich.

So werden diese Kartoffeln produziert:

Bewässerungs- und Düngeanlagen sind im afrikanischen Sandboden installiert. Diese verbrauchen pro Kilogramm Kartoffeln 428 l ägyptisches Wasser. Deutschland importiert 130.000 t Kartoffeln. Das bedeutet, Deutschland importiert 55.640.000.000 Liter Wasser aus Afrika! Diese Kartoffeln werden in sogenannten Bags, also stabilen Plastiksäcken die ebenso für Pflastersteine Verwendung finden, transportiert. Als Füllschicht dient Torf. Da dieser nicht in Ägypten, sondern z.B. in Irland gestochen wird, muss die Frage nach dem warum der unwiederbringlicher Landschaftszerstörung und des CO 2-Ausstoßes für den Transport folgen. Antwort: Weil die Kartoffeln nun so aussehen soll, als kämen Sie aus der Erde und nicht aus dem Sand!

Internationaler Umweltschutz – so einfach:

Der CO2-Ausstoß einer importierten Kartoffel aus südlichen Ländern liegt damit bei über 500 mg pro Kilo im Vergleich zu 3 mg pro Kilo zu einer regionalen Erzeugung. Deutschland produziert selbst 11 Mio. Tonnen Kartoffeln im Jahr, wobei davon nur ein gewisser Anteil als Speisekartoffel gegessen wird und ein Großteil unter weiterem Einsatz von Energie in Speisestärke, weiterverarbeitete Produkte, Mehle usw. umgewandelt wird. 

Wie kann ein internationaler Umweltschutz konkret aussehen?

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