Globalisierung schreitet voran - Mitarbeiter-Entsendung ins Ausland: So organisieren Sie die Rückkehr optimal!

Globalisierung schreitet voran - Mitarbeiter-Entsendung ins Ausland: So organisieren Sie die Rückkehr optimal!

Zuerst erschienen als Gastkolumne in Focus Online, Januar 2016

Weltweite Entsendungen von MitarbeiterInnen sind für viele Groß-Unternehmen längst Alltag. Die kulturspezifische Vorbereitung der entsendeten MitarbeiterInnen ist dabei üblich. Firmen müssen allerdings clever planen, damit sie Zeit und Kosten sparen.

Abgesehen von der Gefahr des Abbruches einer Entsendung lauern auf den Arbeitgeber aber noch andere Risiken: Werden entsendete MitarbeiterInnen bei der Rückkehr nicht angemessen betreut und auf die „neue alte“ Situation vorbereitet, kann auch dies sehr verlustreich, z.B. mit dem Weggang der MitarbeiterInnen enden. Häufig verlassen „Repats“ nach der Rückkehr ins Stammhaus schnell das Unternehmen – Personalabteilungen sind überrascht, die MitarbeiterInnen enttäuscht. Aber warum ist das so?

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eMag-Porträt: Ashish Kumar

eMag-Porträt: Ashish Kumar

ti communication bietet verschiedene Cross Cultural Awareness Trainings an, darunter die Assignment Trainings. Diese stehen auch MitarbeiterInnen von Infineon zur Verfügung, die ins Ausland entsandt werden. Lesen Sie im folgenden das Interview mit Ashsish Kumar, Teilnehmer eines unserer Trainings:

„Letztes Jahr bin ich nach Deutschland gezogen – das war mein zweiter Umzug in fünf Jahren und mein dritter Kontinent“. Wenn man in verschiedenen Ländern gelebt hat, nimmt man seine Umgebung anders wahr. Ashish Kumar hat dieses Phänomen schon mehrmals selbst erlebt – aufgewachsen ist er in Neu-Delhi, später arbeitete er in den USA, dann in Singapur und ist jetzt er bei Infineon am Campeon tätig. Interkulturelle Kompetenz spielt in seinem Leben eine wichtige Rolle.


eMag: Ashish, wo sind Ihre Wurzeln? Wo sind Sie aufgewachsen?

Ashish Kumar: Ich bin in Indien geboren, genauer gesagt in Neu-Delhi, wo ich auch zur Schule ging.

eMag: Was haben Sie studiert und was ist Ihre Aufgabe hier bei Infineon?

Ashish Kumar: Ich habe Informatik studiert. Bei Infineon arbeite ich als Principal Engineer, also Chefingenieur. In unseren Produktionswerken haben wir mehrere Systeme zur Fertigungsautomatisierung, die betreut und verwaltet werden müssen. Das Team, in dem ich arbeite, entwickelt Richtlinien und Vorgaben für die Systemarchitektur.

eMag: Wann und wie sind Sie zu Infineon gekommen?

Ashish Kumar: Bevor ich zu Infineon kam, war ich bei einem US-Unternehmen beschäftigt, das für Infineon im Consultingbereich tätig war. Ich hatte also schon eine Vorstellung von Infineon. Offiziell bin ich dann im Jahr 2004 zu Infineon gewechselt – nicht hier nach München, sondern nach Richmond, in die USA.

eMag: Warum haben Sie sich für ein Expat-Programm beworben?

Ashish Kumar: Es war nichts Neues für mich, im Ausland zu leben. Ich war schon von Neu-Delhi in die USA und von dort nach Singapur gezogen. Als mir vergangenes Jahr die Stelle hier in München angeboten wurde, beschloss ich zusammen mit meiner Familie, die Gelegenheit zu nutzen und nach Deutschland zu ziehen. Früher ging es mir bei meinen Auslandsaufenthalten darum, meinen Horizont zu erweitern, Erfahrungen zu sammeln und Neues zu lernen. Später kamen dann die Bedürfnisse und Wünsche meiner Familie hinzu. München war im Hinblick auf die Grundschulbildung unserer Kinder in unseren Augen eine gute Wahl. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir als Familie mit den verschiedenen Kulturen und Menschen an unseren jeweiligen Wohnorten gemacht haben, haben unseren Horizont erweitert und unser Leben bereichert. 

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Auslandsentsendungen und die Wahl zwischen „Schwimmen“ oder „Untergehen“

Auslandsentsendungen und die Wahl zwischen „Schwimmen“ oder „Untergehen“

Peter Berger, Managing partner ti communication Dr. Fischhof GmbH, über die Herausforderung: „Auswandern ohne Vorbereitung“.

Manchmal werde ich ja schon neidisch, wenn ich so sehe, wie ti communication im Auftrag ihrer Kunden deren MitarbeiterInnen auf Entsendungen in nahe oder ferne Länder vorbereitet. Wie wertvoll wäre eine solche Vorbereitung für mich und vor allem für meine Familie gewesen, als ich 1978 praktisch von einem Tag auf den anderen von meiner Firma, der Sandoz AG in Basel (heute in der Novartis aufgegangen), zuerst nach Guatemala als Leiter des Bereichs Zentralamerika und Karibik und dann nach drei Jahren nach Buenos Aires als Präsident von Sandoz Argentinien entsandt wurde. Meine Frau ist Französin, ich bin Österreicher, und wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt nach 17 Jahren gerade in die Schweiz eingewöhnt, d.h. Schwyzerdütsch gelernt, Ordnung und Korrektheit verinnerlicht, aber auch die manchmal etwas überhebliche Einstellung vieler SchweizerInnen gegenüber dem Rest der Welt akzeptiert.

Und dann kam das Kontrastprogramm Lateinamerika. Unsere einzige Vorbereitung darauf war ein sechswöchiger Spanisch-Kurs, und dann ins kalte Wasser, schwimm‘ oder geh‘ unter. Ich selbst hatte dabei zwar immer die loyale Unterstützung der lokalen MitarbeiterInnen, aber den richtigen Umgang mit ÄrztInnen und Gesundheitsbehörden in Panama, Jamaika oder Trinidad musste ich erst mit vielen Fehlern selbst erlernen. Alle Zeitangaben waren immer sehr relativ und Versprechungen meistens nur Absichtserklärungen, jegliche Enttäuschung musste ich mir sehr rasch abgewöhnen, von Kritik ganz zu schweigen. Und immer wieder habe ich mich gefragt „Warum hat mir das niemand vorher gesagt?“ Aber wenn man nur die Wahl zwischen „Schwimmen“ (Erfolg haben) oder „Untergehen“ (Misserfolg) hat, lernt man auch schwimmen, nur

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Sorgenfrei auswandern: Tipps für den reibungslosen Umzug ins Ausland

Sorgenfrei auswandern: Tipps für den reibungslosen Umzug ins Ausland

Neues Jahr - neues Land? Im neuen Jahr begrüßen wir Sie, liebe LeserInnen, mit einem Blogbeitrag unseres Partner Froesch Group. Nachfolgend finden Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Umzug ins Ausland reibungslos planen und durchführen. Viel Spaß!

Jedes Jahr kehren Tausende Deutsche ihrer Heimat den Rücken. Ob aus beruflichen Gründen, aus Sehnsucht nach dem Leben in einer fremden Kultur oder um den wohlverdienten Ruhestand in wärmeren Gefilden zu genießen – allein im Jahr 2013 zählte Deutschland knapp 800.000 Auswanderer. Auswandern ist ein aufregendes Unterfangen und mit vielen Herausforderungen verbunden. Vor allem der Umzug mit Familie und einem kompletten Hausstand wird nicht selten zum Stressfaktor. Diese Tipps können dabei helfen, den Ablauf für Sie und Ihre Familie so reibungslos wie möglich zu gestalten:

1. Vertrauen Sie einem Umzugsprofi

Wählen Sie ein Umzugsunternehmen, das den kompletten Umzug von Haus zu Haus aus einer Hand anbietet, inklusive der kompletten Zollabfertigung. Dies spart nicht nur Zeit, sondern schont auch Ihre Nerven. Die Firma sollte langjährige Erfahrung in der Abwicklung von internationalen Umzügen haben und entsprechende Referenzen vorweisen können. Eine Mitgliedschaft in anerkannten Branchenverbänden (bspw. FIDI, Omni und IAM) garantiert zudem die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards.

2. Achten Sie auf die Serviceleistungen

Ein guter Umzugsservice umfasst den Transport von Haustür zu Haustür, die professionelle (De-)Montage der Möbel, das Ein- und Auspacken aller Gegenstände sowie die anschließende Entsorgung des Packmaterials. Auch die Montage von Küchen und Wasseranschlüssen werden auf Wunsch vom Umzugsunternehmen organisiert. Diese Arbeiten sind in der Regel aber exklusive und werden nach Beleg abgerechnet.

3. Fragen Sie nach weiterer Unterstützung

Neben der Abwicklung des Umzugs bieten manche Umzugsunternehmen auch Relocation-Services an. Erfahrene Relocation-Berater unterstützen Sie bei der Beantragung von Visa, der Haus- und Schulsuche, der Anmeldung bei örtlichen Behörden und vielem mehr. Erkundigen Sie sich nach individuellen Service-Paketen.

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Einfach versetzt: So meistern Arbeitnehmer das Abenteuer Ausland

Einfach versetzt: So meistern Arbeitnehmer das Abenteuer Ausland

Zuerst erschienen als Gastkolumne in Focus Online, September 2014

Millionenschäden durch gescheiterte Entsendungen

In einer globalisierten Arbeitswelt gehören weltweite Entsendungen in Unternehmen zum Alltag. Fach- und Führungskräfte werden meist für zwei bis vier Jahre in Niederlassungen oder zu bestimmten Zwecken, wie beispielsweise zu betreuende Kundenprojekte oder Aufbau eines Vertriebssystems, ins ferne Ausland versetzt. Neben der Planung des Projektes bzw. der speziellen Aufgabe, die der Entsendung zugrunde liegt, gilt es den Umzug zu organisieren und versicherungsrechtliche Fragen zu klären. Die Entsendeten haben genug zu tun, alles auf die Reihe zu bekommen, laufende Projekte im Unternehmen abzuschließen und sich für die neuen Aufgaben vorzubereiten.

Karriere- und Familienplanung bleiben unberücksichtigt

Die zentrale Vorbereitung auf eine Entsendung liegt nicht selten allein in der Beschreibung des Projektes und der Organisation des Umzuges. Das Thema Karriere- und Familienplanung bleibt unberührt. Der Entsendete hat keine Zusage über die Verwendung nach der Rückkehr und die familiären Belange muss er selbst regeln. Die an erster Stelle stehenden, kostenintensiven Risikofaktoren bleiben damit unberücksichtigt.

Warum Entsendungen scheitern

Die meisten Entsendungen scheitern aufgrund familiärer Einflüsse. Wenn der Partner/die Partnerin nicht „mitgenommen“ wird, also nicht in die Planung und Vorbereitung einbezogen wird, steigt das Risiko eines Scheiterns der Entsendung erheblich. Es gibt dazu veröffentlichte Horrorzahlen von bis zu 70 % gescheiterter Entsendungen. In der Praxis des interkulturellen Trainingsanbieters ti communication lassen sich diese Zahlen nicht verifizieren. Aber das Thema ist dort bekannt und interkulturelle Entsende- sowie Rückkehrvorbereitungen werden immer mit Einbindung der Angehörigen empfohlen.

Welche Kosten entstehen

Wird eine Entsendung vorzeitig abgebrochen, entstehen schnell Kosten von mehreren hunderttausend oder Millionen Euro. Vielfach können die entstandenen Folgekosten abgebrochener Projekte sowie der Imageschaden kaum beziffert werden. Noch weniger klar sind die Kosten, die durch einen inneren Abbruch entstehen. Der Entsendete bleibt vor Ort, aber krankheitsbedingte Pausen, Leistungsausfälle oder nicht ordentlich ausgeführte Aufgaben summieren sich zu finanziellen Schäden und den sich daraus ergebenden Folge- und Imageschäden. Die falsche Person am falschen Platz kann nicht nur anstehende Aufgaben nur unzureichend erledigen, sie kann genauso bislang nicht vorhandene Probleme und Kosten generieren.

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Auch die Kleinen brauchen Unterstützung - Ein Beitrag zu interkulturellen Entsendetrainings für mittelständische Unternehmen

Auch die Kleinen brauchen Unterstützung - Ein Beitrag zu interkulturellen Entsendetrainings für mittelständische Unternehmen

Häufig ist bei kleinen und mittelständischen Unternehmen eine professionelle Vorbereitung von Mitarbeitern und deren Familien auf eine Auslandsentsendung aus Kostengründen kein Thema. Eine Sparmaßnahme mit Konsequenzen.

Multinationale Konzerne beschäftigen interkulturelle Spezialisten zur Vorbereitung ihrer Entsendeten und deren Familien. Für mittelständische Unternehmen stellt sich die Situation oft anders dar: Viele Mittelständler können häufig nur auf wenige oder manchmal auf nur einen Entsendewilligen zurückgreifen. Eigentlich müsste dieser besonders gut vorbereitet und umhegt werden. Stattdessen ist eine professionelle Entsendevorbereitung oft kein Thema, da die Trainingskosten losgelöst von den Folgekosten eines gescheiterten Auslandsaufenthalts gesehen werden oder in Relation zum Personalbudget als zu hoch erscheinen. Aber: Expatriates nicht professionell auf die Besonderheiten der neuen Kultur vorzubereiten, ist Sparen an der falschen Stelle.

Welche Auswahlkriterien spielen eine Rolle?

Zunächst ist es besonders wichtig, die richtige Person für den Auslandseinsatz auszuwählen. Häufig werden fachliche und sprachliche Kompetenz sowie der Wille zur Ausreise für einen längeren Zeitraum als wichtigste Kriterien für Entsendete formuliert. Doch diese drei Faktoren alleine reichen nicht aus und werden immer wieder falsch gewichtet. Welche Faktoren in der jeweiligen Situation zusätzlich wichtig sind, kann beispielsweise von Anbietern interkultureller Trainings ermittelt werden.

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