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In diesem Blog teilen unsere ExpertInnen regelmäßig auf deutsch oder englisch ihre Ansichten zu aktuellen Themen im Bereich Interkulturalität, Weiterbildung, Personal- oder Organisationsentwicklung mit. Wir schätzen - nicht nur kulturelle - Diversität und möchten allen Interessierten eine Plattform bieten, sich über interkulturelle Themen zu informieren und auszutauschen. Diskutieren Sie mit! (Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Beleidigende, rassistische, sexistische oder anderweitig unangemessene Beiträge werden ausgeschlossen.) /

In this blog our experts regularly post articles on current topics regarding intercultural management, human resources, or professional development. As we value - not only cultural - diversity, we want to provide a platform for sharing different views on intercultural issues. Please join the discussion! (We are free as to prove any comments before publishing them. Any insulting, racist, sexist, or any other inappropriate content will be be banned.)

Freude am Miteinander

Freude am Miteinander

ti communication ist für Infineon Technologies AG seit Jahren Partner für interkulturelle Trainings und Coachings. Um seine MitarbeiterInnen auf Trainingsangebote aufmerksam zu machen und zu zeigen, warum sich interkulturelle Trainings lohnen, veröffentlicht Infineon im firmeneigenen Mitarbeitermagazin eine Serie von Interviews mit unseren TrainerInnen. In der Serie „Kulturen, Kommunikation und Klischees“ geht es um Herausforderungen, Länderklischees und Fettnäpfchen interkultureller Kommunikation. Dieses Mal lesen Sie ein Interview mit Trainerin Gyöngyi Varga. Darin erzählt sie, welche Rolle interkulturelle Kompetenz und die Freude am Miteinander für interkulturelle Kommunikation und den Unternehmenserfolg spielen. Ihre Spezialgebiete: Ungarn und internationale Teamentwicklung.

eMag: Frau Varga, was ist das Ziel Ihrer Trainings?

Gyöngyi Varga: Ich möchte die Teilnehmer meiner Trainings für andere Kulturen sensibilisieren, damit sie ihren Arbeitsalltag erfolgreich meistern können und so zum Unternehmenserfolg beitragen.

eMag: Welche Rolle spielt Interkulturelle Kompetenz für den Unternehmenserfolg?

Gyöngyi Varga: Unternehmen sind erfolgreich, wenn Mitarbeiter mit Begeisterung und Mut Bestehendes hinterfragen und neue Wege erschließen. Internationale Unternehmen können dabei von der Vielfalt ihrer Mitarbeiter profitieren: Wenn diese (richtig) miteinander kommunizieren. Und hier kommt interkulturelle Kompetenz, kommen interkulturelle Trainings ins Spiel. Sie befähigen zu konstruktiver interkultureller Kommunikation und tragen so zum Unternehmenserfolg bei.

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Persönliche Resilienz bei ProjektmanagerInnen – Ein Praxisbeispiel

Persönliche Resilienz bei ProjektmanagerInnen – Ein Praxisbeispiel

Während in meinem letzten Blog die Anwendung von Resilienztechniken in der Projekt- und Vorprojektphase behandelt wurde, möchte ich heute vor allem auf die persönliche Resilienz bei ProjektmanagerInnen eingehen.

Wie schon erwähnt: In einer Studie der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. in Kooperation mit dem Centrum für Disease Management (CFDM) aus dem Jahr 2014 wurde festgestellt, dass Burn-out-Symptome bei den befragten ProjektmanagerInnen deutlich häufiger auftreten, als bei MitarbeiterInnen anderer Berufe. 35 % der Befragten haben den Cut-off Score für Burn-out erreicht, 40 % fühlen sich von ihrer Arbeit ausgebrannt, über 50 % sind mindestens einmal im Monat ausgelaugt von ihrer Arbeit.

So ist sie nun mal, die „Rush-Hour-of-Life“?

Vor einiger Zeit wurde ich angefragt, ein Interims-Projektmanagement bei einem mittelständischen Automobilzulieferer zu übernehmen, da dort der Projektleiter wegen eines Burn-outs für unbestimmte Zeit ausgefallen war. Ziel des Projektes war der Aufbau einer Fertigungseinheit an einem Standort im Ausland. Das Projekt war vollkommen auf die Person des ausgefallenen Projektmanagers zugeschnitten und stand relativ kurz vor dem Abschluss.

Wie war es zu dessen Burn-out gekommen? Projektmanager Roland Sch., 45 Jahre alt, war bereits seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen tätig und hatte dort kontinuierlich die Karriereleiter erklommen, zuerst als Planungsingenieur, dann, nach Einführung einer Projektarbeitsweise, als Teilprojektleiter und Projektleiter. Mehrere Karrierestationen führten ihn zu Tochterunternehmen ins Ausland und er wurde insbesondere für seine ausgleichende Verhandlungsweise verschiedener Stakeholderinteressen und seinen verantwortungsvollen Umgang in Changeprozessen geschätzt. Trotz Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden pro Woche, einem engen Terminkalender, umfangreicher Reisetätigkeit und einem hohen Erfolgsdruck war es Roland Sch. immer gelungen als ausgeglichener, kommunikationsstarker Teamplayer zu agieren.

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Interkulturelles Management in Russland

Interkulturelles Management in Russland

Ein Interview mit ti communication-Geschäftsführer Gerhard Hain
(Dieses Interview und weitergehende Informationen finden Sie im Wirtschaftsmagazin Ost-West Contact, Ausgabe 07/2016)

Inwiefern wirken sich Krise und Sanktionen in Russland auf die interkulturellen Anforderungen an Management aus? Braucht es nun besonders viel Feingefühl im Umgang mit russischen Geschäftspartnern?
Feingefühl war wichtig und ist jetzt umso wichtiger, wenn es gilt, politisch aufgeladene Zwischentöne zu erkennen und diesen situationsangemessen zu begegnen – oder sie einfach zu ignorieren. Bei länger bestehenden Kontakten kann ein offenes Gespräch erwünscht sein. Bei neuen Kontakten ist mehr Vorsicht angesagt. Man wird immer wieder mit einem uns nicht so bekannten Nationalstolz konfrontiert. Hier sollte man Zurückhaltung üben. Ansonsten haben sich die interkulturellen Anforderungen wenig verändert. So sind bestehende Netzwerke oder persönliche Empfehlungen nach wie vor ein Türöffner für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die besonderen Herausforderungen im Umgang mit anderen Hierarchievorstellungen zum Beispiel waren bereits vorher beträchtlich. Die Balance zwischen kooperativer Mitarbeiterführung und starken Hierarchien haben deutsche Führungskräfte immer schon besonders herausgefordert: In Russland sind klare Ansagen erwünscht, das Prinzip des Feed-backs in der russischen Unternehmenskultur ist unbekannt. Das traditionelle russische Unternehmen funktioniert in seiner Entscheidungsfindung wie eine Pyramide: Oben wird entschieden, unten wird ausgeführt. Selbstständige Arbeit ist in Russland entsprechend wenig verbreitet. Dies darf auch nicht kritisiert werden. Offene und persönliche Kritik wird grundsätzlich nicht gerne gesehen.

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Kuriose Festivals aus aller Welt

Kuriose Festivals aus aller Welt

Ungeachtet der Jahreszeit und des Ortes sind Festivals allseits beliebte Phänomene. Menschen aus aller Welt und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kommen zusammen, um Musik, Kunst, Essen und andere Dinge gemeinsam zu erleben und zu zelebrieren. Die Festivalbetreiber lassen es sich hierbei nicht nehmen, die kuriosesten Feste auf die Beine zu stellen.

La Tomatina

Bei dem folgenden internationalen Festival dreht sich alles um ein bestimmtes Gemüse, welches wegen seines überschrittenen Reifegrades nicht mehr zum menschlichen Verzehr geeignet ist. Am 31. August ist die ganze Stadt Buñol in der spanischen Provinz Valencia voll mit überreifen und aufgeplatzten Tomaten – und mittendrin eine ausgelassene Menschenmenge in Feierlaune. Rund 20.000 Besucher, nicht wenige davon aus aller Welt, kommen jährlich in die kleine Industriestadt, um sich mit ca. 150.000 Tomaten zu bewerfen. Es ist die wohl größte Essenschlacht der Welt. Bei der Tomatenschlacht müssen jedoch einige Regeln beachtet werden: Erst zermatschen, dann werfen! Ansonsten kann es durch den Aufprall zu Verletzungen am Körper kommen. Vor der Tomatina gibt es eine Aufwärmübung: das sogenannte Schinkenstürmen. Ziel ist es an den Schinken zu kommen, der auf einem ca. 7 Meter hohen Baumstamm befestigt ist. Danach darf jeder Teilnehmer eine Stunde lang andere mit Tomaten bewerfen.

Battaglia delle Arance (Battle of the Oranges)

Auch in Ivrea bei Turin, im Nordwesten Italiens, wird ein bestimmtes Lebensmittel als Wurfobjekt benutzt: Orangen. In traditionellen Kostümen treffen 9 Teams à 3000 Mitglieder aufeinander und bekämpfen sich gegenseitig mit Orangen. Um dabei nicht schlapp zu machen, werden die Kämpfer die ganze Zeit über mit Gratis-Bohnen versorgt. Die Orangenschlacht ist Teil eines historischen Karnevals und hat seinen Ursprung im Jahr 1808. In diesem Jahr haben die damaligen napoleonischen Herrscher den Zusammenschluss der verschiedenen Karnevalsfeste zu einem einzigen beschlossen. Erst Ende Februar nächsten Jahres heißt es dann wieder: Auf in die Schlacht!

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Reisebericht zur interkulturellen Sicherheit in Lima und Bogotá

Reisebericht zur interkulturellen Sicherheit in Lima und Bogotá

Lateinamerika gilt als offene und lebensfreudige Region, die Menschen sind herzlich und AusländerInnen gegenüber aufgeschlossen. Gleichzeitig ruft die hohe Kriminalitätsrate in der Region Bedenken vor Dienstreisen oder einem längeren Auslandseinsatz hervor.
Damit es gar nicht erst bedingt durch negative Erlebnisse und Erfahrungen zu Frustration oder gar den Abbruch einer Auslandstätigkeit kommt, empfehlen wir eine entsprechende Vorbereitung nicht nur zu interkulturellen Themen, sondern auch gezielt im Bereich der Sicherheit vor Ort.Die TeilnehmerInnen entwickeln ein Bewusstsein und ein gewisses Bauchgefühl, das dabei hilft, ein angemessenes Maß an Vorsicht walten zu lassen, Situationen besser einschätzen zu können und den Auslandseinsatz in Lateinamerika als das zu sehen, was er ist – eine große Bereicherung.

Im Folgenden berichtet Maria-Sophie Oser über ihre Erfahrungen in Lima und Bogotá

Ortswechsel: Für ein Jahr in die Hauptstadt Perus

„Pass gut auf dich auf. Geh keine unnötigen Risiken ein. Und lass immer wieder etwas von dir hören, damit wir wissen, dass es dir gut geht. Wir wollen dich doch heil und unversehrt wieder zurück.“Die Besorgnis sprach aus den Augen meiner Eltern und Geschwister, als wir uns im August 2012 am Flughafen voneinander verabschiedeten. Für die Dauer eines Jahres tauschte ich mein Zuhause – ein kleines Städtchen inmitten von Weinbergen, wo jeder jeden kennt und man auch noch spät abends völlig unbesorgt spazieren gehen kann – gegen die quicklebendige, bisweilen chaotische und ins Unendliche wachsende Hauptstadt Perus ein. Im wohl bekanntesten Werk des peruanischen Essayisten Sebastián Salazar Bondy erhält Lima den Beinamen „la horrible“, die Schreckliche, und auch Herman Melville errichtet ihr in seinem Roman Moby Dick ein recht unrühmliches literarisches Denkmal. Lima sei „die traurigste und seltsamste Stadt, die man sich vorstellen kann“. Die Welt der Bücher und auch die Mahnungen meiner Eltern zur Vorsicht zeichnen also ein eher negatives Bild der Andenhauptstadt. Zu Recht? Aus meiner heutiger Perspektive, nachdem ich Lima mittlerweile schon zum zweiten Mal besucht habe, lautet mein Urteil ganz klar: Nein! Lima verdient eine Aufwertung der allgemeinen Meinung über sie und die Ängste über die Sicherheitslage vor Ort eine Relativierung ohne rosarote Brille.

Wenn schon Schubladen, dann ganz, ganz viele.

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Train the little trainers – ti communication unterstützt den Trainernachwuchs!

Train the little trainers – ti communication unterstützt den Trainernachwuchs!
Im Rahmen eines Projektseminars des Werner-von-Siemens-Gymnasiums haben SchülerInnen der 11. Klasse GrundschülerInnen interkulturelle Themen spielerisch näher gebracht.

ti communication ist nicht nur der Partner rund um interkulturelle Themen und Beratung im wirtschaftlichen Sektor. Hin und wieder unterstützen wir Universitäten und Hochschulen bei der Bewältigung ihrer interkulturellen Herausforderungen– aber auch die noch jüngere Zielgruppe liegt uns sehr am Herzen.

Denn Kinder und Jugendliche, die sich bereits früh mit Vielfalt beschäftigen und zusammen mit Menschen verschiedener Herkunft aufwachsen, entwickeln stärkere Kompetenzen der Toleranz und Offenheit. Zudem lernen sie, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, unterschiedliche Blickwinkel wahrzunehmen und zu verstehen sowie ihren eigenen Horizont zu erweitern. Interkulturelles Lernen kann folglich die persönliche Entwicklung fördern und sich ebenso als hilfreich für das Berufsleben erweisen. (vgl. http://www.bambiona.de/thema/interkulturelle-erziehung)

Deswegen ist ti communication mit Begeisterung dabei, wenn es darum geht, den Nachwuchs mit interkulturellem Handwerkszeug auszustatten. Das Werner-von-Siemens-Gymnasium, das jüngste staatliche Gymnasium in Regensburg, konnten wir bei einem großartigen interkulturellen Projekt unterstützen. (vgl. http://wvsg.schulen2.regensburg.de/joomla/images/Startseite/Dateien/Info_Faltblatt_2016.pdf)

Im Rahmen eines Projektseminars sollten SchülerInnen der 11. Klasse GrundschülerInnen in zwei Stunden interkulturelle Themen näher bringen. Um den ElfklässlerInnen Hintergrundinformationen zur interkulturellen Kommunikation und entsprechende Trainingsmethoden zu vermitteln, trat die Oberstudienrätin Hildegard Spreider an ti communication heran.

Unsere Account Managerin Antonia Knappe, die selbst umfangreiche Trainingserfahrungen mit jüngeren Zielgruppen besitzt, erarbeitete schließlich gemeinsam mit unserer Praktikantin Johanna Burkart ein Konzept und führte das Training durch.

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„Urban Gardening“ oder die Entstehung Interkultureller Gärten

„Urban Gardening“ oder die Entstehung Interkultureller Gärten

Interkulturelle oder gemeinschaftliche Gärten umgeben von Hochhäusern – dies ist längst kein seltenes Bild mehr. Das Thema „Urban Gardening“ ist derzeit aktueller denn je. Neben der Produktion von regionalen und ökologisch angebauten Produkten steht bei den meisten urbanen Gärten speziell der soziale und kulturelle Aspekt im Vordergrund. Vor allem durch die steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland hat sich die Gartenbewegung zu einem praktischen Hilfsmittel der Integration entwickelt. Da Flüchtlinge und MigrantInnen vermehrt aus ländlichen Gegenden oder landwirtschaftlichen Verhältnissen stammen, kennen sie sich oft mit der Bewirtschaftung von Gärten aus. Bei der gemeinsamen Gartenarbeit können die Zuwanderer in einer vertrauten Umgebung leichter Kontakte knüpfen und ihr Wissen einbringen. Ein berühmtes Bespiel für einen urbanen Garten in Deutschland ist der Prinzessinengarten in Berlin Kreuzberg. Durch einen Aufenthalt in Kuba bekam der Gründer Robert Shaw 2009 die Idee, mit der Beteiligung vieler freiwilliger Helfer dieses Projekt aufzubauen.

Kuba gilt als Vorbild für die „Urban Gardening“- Bewegung. Der Zusammenbruch der Sowjetunion 1989/90 stürzte Kuba in eine schwere wirtschaftliche Krise. Mit dem Verlust seines primären Handelspartners und Lieferanten brach die Ölversorgung des Landes ein. Ohne Erdöl können keine Pestizide oder chemische Düngemittel hergestellt werden. Diese sind für die industrielle Nahrungsherstellung aber unabdinglich. Außerdem können Erntemaschinen und Transportfahrzeuge, die für die Lebensmittel benötigt werden, nicht betrieben werden. Diese Notlage hat dazu geführt, dass Kuba zu einem Vorbild für die ganze Welt wurde. Die Bewohner der Städte begannen, Dächer und Balkone zu bepflanzen, Plastiktüten oder Milchtüten als Pflanzkübel zu nutzen. Diese „Revolución Verde“ erreichte 2004 ihren Höhepunkt, als sich komplett Havanna mit dem dort angebauten Gemüse selbst ernähren konnte. Kuba hat es geschafft, seine CO2 Emissionen um 25 Prozent zu reduzieren. Waren es 1990 noch 3.2 Tonnen pro Person, sank die Zahl 2009 auf 2.4 Tonnen. Die kulturelle Annäherung an die USA lässt spekulieren, ob Kubas Ökolandbau bestehen wird oder ob sich Bequemlichkeit und der Traum vom „American Way of Life“ durchsetzen werden. Nicht alle Landwirte sind nämlich überzeugte Anhänger der nachhaltigen Landwirtschaft und würden nur zu gerne auf die alten, unkomplizierteren und kommerziellen Methoden zurückgreifen.

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Interkulturelles Marketing - wie Weltkonzerne Fehler begehen

Interkulturelles Marketing - wie Weltkonzerne Fehler begehen

Was macht ein Unternehmen aus seinen Werbemaßnahmen, wenn es einen unbekannten Auslandsmarkt erschließt? Zur Zeitersparnis übernehmen Organisationen oft einfach die üblichen Anzeigen, übersetzen sie und platzieren sie in einer völlig anderen Gesellschaft. Wie groß die Flops dabei werden können, haben Weltkonzerne bewiesen.

Interkultureller Flop Nummer 1: Dass in arabischen Ländern von rechts nach links gelesen wird, hat ein Waschmittelhersteller wohl übersehen. Mit dem Werbespruch schmutzig – Name des Unternehmens – sauber konnten sie seltsamerweise keine Erfolge erzielen.


Interkultureller Flop Nummer 2: Es ist erschreckend, dass internationalen Unternehmen sogar Fehler beim Übersetzen passieren. Der Hersteller eines Erfrischungsgetränks versuchte in China sein Glück. Die Experten schrieben den Name des Produkts in chinesischen Schriftzeichen, sodass derselbe Klang erzeugt wurde. Allerdings hatte diese Silbenaneinanderreihung auch eine Bedeutung, nämlich „Beiß die Wachs Kaulquappe“.


Interkultureller Flop Nummer 3: Was soll dabei schief gehen, wenn ein Windelhersteller auf seiner Verpackung Storche abbildet? Japaner konnten damit gar nichts anfangen. In Ihrem Land bringen riesige, schwimmende Pfirsiche die Kinder.


Interkultureller Flop Nummer 4: Marketingpannen können sogar zu harter Kritik führen. Die größte Möbelhauskette der Welt passte sich ihrem neuen Kulturkreis in Saudi Arabien an. Die Marketingverantwortlichen retuschierten eine Frau aus dem Katalog weg. Ist das eine kleine kulturelle Angleichung oder schon Verrat der eigenen westlichen Werte und der Gleichstellung der Frau?

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Resilienz im Projektmanagement

Resilienz im Projektmanagement

Seit einiger Zeit scheint wieder ein Modethema in das Personalmanagement der Unternehmen Einzug gehalten zu haben. Es vergeht kaum eine Woche, in der man nicht beim Blick in die relevanten Fachzeitschriften, Magazine und Seminarkataloge auf ein Thema stößt: Resilienz. Doch was ist das?

Was ist Resilienz?
Resilienz ist ursprünglich ein Begriff aus der Materialwissenschaft und beschreibt die Eigenschaft eines Werkstoffs, z.B. Stahl, sich nach einer Belastung wieder in seine ursprüngliche Form zurückzubewegen, ohne dabei zu brechen. Das könnte etwa ein Turmbauwerk sein, auf das bei Sturm starke Kräfte einwirken, so dass der Turm sich aus seiner ursprünglichen Zentrierung bewegt, nicht umfällt und danach wieder senkrecht steht. Für den soziologischen bzw. psychologischen Begriff der Resilienz bietet sich jedoch eher das Beispiel eines Baumes im Sturm an. Auch dieser biegt sich im Wind ohne umzufallen, er „lernt“ aber auch dabei. Bei regelmäßigen Winden verstärkt er seine Stammstruktur so, dass er später Sturm besser standhalten kann, oft verändert er auch dazu seinen Wuchs und wächst schief. Er „lernt“ also aus vergangenen Belastungen und bereitet sich auf kommende Stürme vor. Bei der soziologischen oder psychologischen Resilienz geht es wie beim Baum darum, besser mit Belastungssituationen zurechtzukommen, individuelle Techniken der Verarbeitung zu entwickeln und leisten zu können ohne auszubrennen. Resilienz beschreibt die Widerstandskraft unserer Seele und die Fähigkeit, mit Unsicherheiten, Ängsten, Krisen und Konflikten umzugehen. Je höher die Resilienzfähigkeit ist, umso besser kann man Rückschläge verkraften und sich nach Enttäuschungen wieder selbst motivieren.

Die Resilienzforschung kennt dazu insbesondere sieben Techniken, entwickelt von Karen Reivich und Andrew Shatté, zwei Psychologen der University of Pennsylvania:

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„An die ehrliche Feedbackkultur der Deutschen musste ich mich gewöhnen.“

„An die ehrliche Feedbackkultur der Deutschen musste ich mich gewöhnen.“

Kulturen, Kommunikation und Klischees

Die Infineon Technologies AG ist ein international agierendes Unternehmen, in dem Menschen  verschiedener Kulturen miteinander arbeiten. Gemeinsam mit ti communication bietet Infineon seinen Mitarbeitern interkulturelle Trainings an, die interkulturelle Kommunikation erleichtern. Das folgende Interview veröffentlichte das Unternehmen vor kurzem in seinem Mitarbeitermagazin. In der Serie „Kulturen, Kommunikation und Klischees“ sprechen die Redakteure des Infineon Mitarbeitermagazins mit unseren interkulturellen Trainern über Trainings, Länderklischees und Fettnäpfchen interkultureller Kommunikation. Den Anfang macht unsere Kollegin Michelle Cummings-Koether. Ihr Spezialgebiet: die USA.

Infineon Mitarbeitermagazin: Was ist das Ziel Ihrer Trainings?

Michelle Cummings-Koether:  Die Teilnehmer sollen sich in der fremden Kultur nicht verstellen müssen und sich in verschiedenen Situationen intuitiv richtig verhalten können. 

Infineon Mitarbeitermagazin: Was steht bei Ihren Trainings im Vordergrund?

Michelle Cummings-Koether: Inhaltlich geht es immer um die grundlegenden Themen Zuverlässigkeit, Hierarchie und die Art, wie man Probleme anspricht. Man kann viele Probleme lösen, wenn man sie erkennt und an der Kommunikation arbeitet. Neben Inhalten steht auch der Spaß im Vordergrund. Den haben wir in meinen Trainings bei kurzweiligen Diskussionen und interaktiven Übungen.

Infineon Mitarbeitermagazin: Was halten Sie von Länderklischees? 

Michelle Cummings-Koether: Man sollte den Teilnehmern Klischees nicht um die Ohren hauen. Aber ich nutze sie als Einstieg in meine Trainings, um Vorurteile abzubauen und Aha-Effekte auszulösen. Außerdem steckt in jedem Länderklischee ein Funken Wahrheit.

Infineon Mitarbeitermagazin: Welches Klischee über US-Amerikaner nervt Sie?

Michelle Cummings-Koether: Mich nervt das Klischee, Amerikaner seien unzuverlässig. Bei manchen Personen mag das zutreffen. Aber nicht bei allen. Oft ist das Problem nicht die Unzuverlässigkeit, sondern beispielsweise ein unterschiedlicher Umgang mit Zeit. Wo der Amerikaner denkt, er liege noch in der Zeit, wird der Deutsche schon nervös und spricht von „Verzögerung“. Vielleicht haben sich die Beteiligten aber auch nicht verständlich ausgedrückt, sondern ihr Anliegen missverständlich formuliert. Das kennt man ja, das ist nicht nur ein Problem interkultureller Kommunikation.

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