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In diesem Blog teilen unsere ExpertInnen regelmäßig auf deutsch oder englisch ihre Ansichten zu aktuellen Themen im Bereich Interkulturalität, Weiterbildung, Personal- oder Organisationsentwicklung mit. Wir schätzen - nicht nur kulturelle - Diversität und möchten allen Interessierten eine Plattform bieten, sich über interkulturelle Themen zu informieren und auszutauschen. Diskutieren Sie mit! (Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Beleidigende, rassistische, sexistische oder anderweitig unangemessene Beiträge werden ausgeschlossen.) /

In this blog our experts regularly post articles on current topics regarding intercultural management, human resources, or professional development. As we value - not only cultural - diversity, we want to provide a platform for sharing different views on intercultural issues. Please join the discussion! (We are free as to prove any comments before publishing them. Any insulting, racist, sexist, or any other inappropriate content will be be banned.)

Reisebericht zur interkulturellen Sicherheit in Lima und Bogotá

Reisebericht zur interkulturellen Sicherheit in Lima und Bogotá

Lateinamerika gilt als offene und lebensfreudige Region, die Menschen sind herzlich und AusländerInnen gegenüber aufgeschlossen. Gleichzeitig ruft die hohe Kriminalitätsrate in der Region Bedenken vor Dienstreisen oder einem längeren Auslandseinsatz hervor.
Damit es gar nicht erst bedingt durch negative Erlebnisse und Erfahrungen zu Frustration oder gar den Abbruch einer Auslandstätigkeit kommt, empfehlen wir eine entsprechende Vorbereitung nicht nur zu interkulturellen Themen, sondern auch gezielt im Bereich der Sicherheit vor Ort.Die TeilnehmerInnen entwickeln ein Bewusstsein und ein gewisses Bauchgefühl, das dabei hilft, ein angemessenes Maß an Vorsicht walten zu lassen, Situationen besser einschätzen zu können und den Auslandseinsatz in Lateinamerika als das zu sehen, was er ist – eine große Bereicherung.

Im Folgenden berichtet Maria-Sophie Oser über ihre Erfahrungen in Lima und Bogotá

Ortswechsel: Für ein Jahr in die Hauptstadt Perus

„Pass gut auf dich auf. Geh keine unnötigen Risiken ein. Und lass immer wieder etwas von dir hören, damit wir wissen, dass es dir gut geht. Wir wollen dich doch heil und unversehrt wieder zurück.“Die Besorgnis sprach aus den Augen meiner Eltern und Geschwister, als wir uns im August 2012 am Flughafen voneinander verabschiedeten. Für die Dauer eines Jahres tauschte ich mein Zuhause – ein kleines Städtchen inmitten von Weinbergen, wo jeder jeden kennt und man auch noch spät abends völlig unbesorgt spazieren gehen kann – gegen die quicklebendige, bisweilen chaotische und ins Unendliche wachsende Hauptstadt Perus ein. Im wohl bekanntesten Werk des peruanischen Essayisten Sebastián Salazar Bondy erhält Lima den Beinamen „la horrible“, die Schreckliche, und auch Herman Melville errichtet ihr in seinem Roman Moby Dick ein recht unrühmliches literarisches Denkmal. Lima sei „die traurigste und seltsamste Stadt, die man sich vorstellen kann“. Die Welt der Bücher und auch die Mahnungen meiner Eltern zur Vorsicht zeichnen also ein eher negatives Bild der Andenhauptstadt. Zu Recht? Aus meiner heutiger Perspektive, nachdem ich Lima mittlerweile schon zum zweiten Mal besucht habe, lautet mein Urteil ganz klar: Nein! Lima verdient eine Aufwertung der allgemeinen Meinung über sie und die Ängste über die Sicherheitslage vor Ort eine Relativierung ohne rosarote Brille.

Wenn schon Schubladen, dann ganz, ganz viele.

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Train the little trainers – ti communication unterstützt den Trainernachwuchs!

Train the little trainers – ti communication unterstützt den Trainernachwuchs!
Im Rahmen eines Projektseminars des Werner-von-Siemens-Gymnasiums haben SchülerInnen der 11. Klasse GrundschülerInnen interkulturelle Themen spielerisch näher gebracht.

ti communication ist nicht nur der Partner rund um interkulturelle Themen und Beratung im wirtschaftlichen Sektor. Hin und wieder unterstützen wir Universitäten und Hochschulen bei der Bewältigung ihrer interkulturellen Herausforderungen– aber auch die noch jüngere Zielgruppe liegt uns sehr am Herzen.

Denn Kinder und Jugendliche, die sich bereits früh mit Vielfalt beschäftigen und zusammen mit Menschen verschiedener Herkunft aufwachsen, entwickeln stärkere Kompetenzen der Toleranz und Offenheit. Zudem lernen sie, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, unterschiedliche Blickwinkel wahrzunehmen und zu verstehen sowie ihren eigenen Horizont zu erweitern. Interkulturelles Lernen kann folglich die persönliche Entwicklung fördern und sich ebenso als hilfreich für das Berufsleben erweisen. (vgl. http://www.bambiona.de/thema/interkulturelle-erziehung)

Deswegen ist ti communication mit Begeisterung dabei, wenn es darum geht, den Nachwuchs mit interkulturellem Handwerkszeug auszustatten. Das Werner-von-Siemens-Gymnasium, das jüngste staatliche Gymnasium in Regensburg, konnten wir bei einem großartigen interkulturellen Projekt unterstützen. (vgl. http://wvsg.schulen2.regensburg.de/joomla/images/Startseite/Dateien/Info_Faltblatt_2016.pdf)

Im Rahmen eines Projektseminars sollten SchülerInnen der 11. Klasse GrundschülerInnen in zwei Stunden interkulturelle Themen näher bringen. Um den ElfklässlerInnen Hintergrundinformationen zur interkulturellen Kommunikation und entsprechende Trainingsmethoden zu vermitteln, trat die Oberstudienrätin Hildegard Spreider an ti communication heran.

Unsere Account Managerin Antonia Knappe, die selbst umfangreiche Trainingserfahrungen mit jüngeren Zielgruppen besitzt, erarbeitete schließlich gemeinsam mit unserer Praktikantin Johanna Burkart ein Konzept und führte das Training durch.

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„Urban Gardening“ oder die Entstehung Interkultureller Gärten

„Urban Gardening“ oder die Entstehung Interkultureller Gärten

Interkulturelle oder gemeinschaftliche Gärten umgeben von Hochhäusern – dies ist längst kein seltenes Bild mehr. Das Thema „Urban Gardening“ ist derzeit aktueller denn je. Neben der Produktion von regionalen und ökologisch angebauten Produkten steht bei den meisten urbanen Gärten speziell der soziale und kulturelle Aspekt im Vordergrund. Vor allem durch die steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland hat sich die Gartenbewegung zu einem praktischen Hilfsmittel der Integration entwickelt. Da Flüchtlinge und MigrantInnen vermehrt aus ländlichen Gegenden oder landwirtschaftlichen Verhältnissen stammen, kennen sie sich oft mit der Bewirtschaftung von Gärten aus. Bei der gemeinsamen Gartenarbeit können die Zuwanderer in einer vertrauten Umgebung leichter Kontakte knüpfen und ihr Wissen einbringen. Ein berühmtes Bespiel für einen urbanen Garten in Deutschland ist der Prinzessinengarten in Berlin Kreuzberg. Durch einen Aufenthalt in Kuba bekam der Gründer Robert Shaw 2009 die Idee, mit der Beteiligung vieler freiwilliger Helfer dieses Projekt aufzubauen.

Kuba gilt als Vorbild für die „Urban Gardening“- Bewegung. Der Zusammenbruch der Sowjetunion 1989/90 stürzte Kuba in eine schwere wirtschaftliche Krise. Mit dem Verlust seines primären Handelspartners und Lieferanten brach die Ölversorgung des Landes ein. Ohne Erdöl können keine Pestizide oder chemische Düngemittel hergestellt werden. Diese sind für die industrielle Nahrungsherstellung aber unabdinglich. Außerdem können Erntemaschinen und Transportfahrzeuge, die für die Lebensmittel benötigt werden, nicht betrieben werden. Diese Notlage hat dazu geführt, dass Kuba zu einem Vorbild für die ganze Welt wurde. Die Bewohner der Städte begannen, Dächer und Balkone zu bepflanzen, Plastiktüten oder Milchtüten als Pflanzkübel zu nutzen. Diese „Revolución Verde“ erreichte 2004 ihren Höhepunkt, als sich komplett Havanna mit dem dort angebauten Gemüse selbst ernähren konnte. Kuba hat es geschafft, seine CO2 Emissionen um 25 Prozent zu reduzieren. Waren es 1990 noch 3.2 Tonnen pro Person, sank die Zahl 2009 auf 2.4 Tonnen. Die kulturelle Annäherung an die USA lässt spekulieren, ob Kubas Ökolandbau bestehen wird oder ob sich Bequemlichkeit und der Traum vom „American Way of Life“ durchsetzen werden. Nicht alle Landwirte sind nämlich überzeugte Anhänger der nachhaltigen Landwirtschaft und würden nur zu gerne auf die alten, unkomplizierteren und kommerziellen Methoden zurückgreifen.

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Interkulturelles Marketing - wie Weltkonzerne Fehler begehen

Interkulturelles Marketing - wie Weltkonzerne Fehler begehen

Was macht ein Unternehmen aus seinen Werbemaßnahmen, wenn es einen unbekannten Auslandsmarkt erschließt? Zur Zeitersparnis übernehmen Organisationen oft einfach die üblichen Anzeigen, übersetzen sie und platzieren sie in einer völlig anderen Gesellschaft. Wie groß die Flops dabei werden können, haben Weltkonzerne bewiesen.

Interkultureller Flop Nummer 1: Dass in arabischen Ländern von rechts nach links gelesen wird, hat ein Waschmittelhersteller wohl übersehen. Mit dem Werbespruch schmutzig – Name des Unternehmens – sauber konnten sie seltsamerweise keine Erfolge erzielen.


Interkultureller Flop Nummer 2: Es ist erschreckend, dass internationalen Unternehmen sogar Fehler beim Übersetzen passieren. Der Hersteller eines Erfrischungsgetränks versuchte in China sein Glück. Die Experten schrieben den Name des Produkts in chinesischen Schriftzeichen, sodass derselbe Klang erzeugt wurde. Allerdings hatte diese Silbenaneinanderreihung auch eine Bedeutung, nämlich „Beiß die Wachs Kaulquappe“.


Interkultureller Flop Nummer 3: Was soll dabei schief gehen, wenn ein Windelhersteller auf seiner Verpackung Storche abbildet? Japaner konnten damit gar nichts anfangen. In Ihrem Land bringen riesige, schwimmende Pfirsiche die Kinder.


Interkultureller Flop Nummer 4: Marketingpannen können sogar zu harter Kritik führen. Die größte Möbelhauskette der Welt passte sich ihrem neuen Kulturkreis in Saudi Arabien an. Die Marketingverantwortlichen retuschierten eine Frau aus dem Katalog weg. Ist das eine kleine kulturelle Angleichung oder schon Verrat der eigenen westlichen Werte und der Gleichstellung der Frau?

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Resilienz im Projektmanagement

Resilienz im Projektmanagement

Seit einiger Zeit scheint wieder ein Modethema in das Personalmanagement der Unternehmen Einzug gehalten zu haben. Es vergeht kaum eine Woche, in der man nicht beim Blick in die relevanten Fachzeitschriften, Magazine und Seminarkataloge auf ein Thema stößt: Resilienz. Doch was ist das?

Was ist Resilienz?
Resilienz ist ursprünglich ein Begriff aus der Materialwissenschaft und beschreibt die Eigenschaft eines Werkstoffs, z.B. Stahl, sich nach einer Belastung wieder in seine ursprüngliche Form zurückzubewegen, ohne dabei zu brechen. Das könnte etwa ein Turmbauwerk sein, auf das bei Sturm starke Kräfte einwirken, so dass der Turm sich aus seiner ursprünglichen Zentrierung bewegt, nicht umfällt und danach wieder senkrecht steht. Für den soziologischen bzw. psychologischen Begriff der Resilienz bietet sich jedoch eher das Beispiel eines Baumes im Sturm an. Auch dieser biegt sich im Wind ohne umzufallen, er „lernt“ aber auch dabei. Bei regelmäßigen Winden verstärkt er seine Stammstruktur so, dass er später Sturm besser standhalten kann, oft verändert er auch dazu seinen Wuchs und wächst schief. Er „lernt“ also aus vergangenen Belastungen und bereitet sich auf kommende Stürme vor. Bei der soziologischen oder psychologischen Resilienz geht es wie beim Baum darum, besser mit Belastungssituationen zurechtzukommen, individuelle Techniken der Verarbeitung zu entwickeln und leisten zu können ohne auszubrennen. Resilienz beschreibt die Widerstandskraft unserer Seele und die Fähigkeit, mit Unsicherheiten, Ängsten, Krisen und Konflikten umzugehen. Je höher die Resilienzfähigkeit ist, umso besser kann man Rückschläge verkraften und sich nach Enttäuschungen wieder selbst motivieren.

Die Resilienzforschung kennt dazu insbesondere sieben Techniken, entwickelt von Karen Reivich und Andrew Shatté, zwei Psychologen der University of Pennsylvania:

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„An die ehrliche Feedbackkultur der Deutschen musste ich mich gewöhnen.“

„An die ehrliche Feedbackkultur der Deutschen musste ich mich gewöhnen.“

Kulturen, Kommunikation und Klischees

Die Infineon Technologies AG ist ein international agierendes Unternehmen, in dem Menschen  verschiedener Kulturen miteinander arbeiten. Gemeinsam mit ti communication bietet Infineon seinen Mitarbeitern interkulturelle Trainings an, die interkulturelle Kommunikation erleichtern. Das folgende Interview veröffentlichte das Unternehmen vor kurzem in seinem Mitarbeitermagazin. In der Serie „Kulturen, Kommunikation und Klischees“ sprechen die Redakteure des Infineon Mitarbeitermagazins mit unseren interkulturellen Trainern über Trainings, Länderklischees und Fettnäpfchen interkultureller Kommunikation. Den Anfang macht unsere Kollegin Michelle Cummings-Koether. Ihr Spezialgebiet: die USA.

Infineon Mitarbeitermagazin: Was ist das Ziel Ihrer Trainings?

Michelle Cummings-Koether:  Die Teilnehmer sollen sich in der fremden Kultur nicht verstellen müssen und sich in verschiedenen Situationen intuitiv richtig verhalten können. 

Infineon Mitarbeitermagazin: Was steht bei Ihren Trainings im Vordergrund?

Michelle Cummings-Koether: Inhaltlich geht es immer um die grundlegenden Themen Zuverlässigkeit, Hierarchie und die Art, wie man Probleme anspricht. Man kann viele Probleme lösen, wenn man sie erkennt und an der Kommunikation arbeitet. Neben Inhalten steht auch der Spaß im Vordergrund. Den haben wir in meinen Trainings bei kurzweiligen Diskussionen und interaktiven Übungen.

Infineon Mitarbeitermagazin: Was halten Sie von Länderklischees? 

Michelle Cummings-Koether: Man sollte den Teilnehmern Klischees nicht um die Ohren hauen. Aber ich nutze sie als Einstieg in meine Trainings, um Vorurteile abzubauen und Aha-Effekte auszulösen. Außerdem steckt in jedem Länderklischee ein Funken Wahrheit.

Infineon Mitarbeitermagazin: Welches Klischee über US-Amerikaner nervt Sie?

Michelle Cummings-Koether: Mich nervt das Klischee, Amerikaner seien unzuverlässig. Bei manchen Personen mag das zutreffen. Aber nicht bei allen. Oft ist das Problem nicht die Unzuverlässigkeit, sondern beispielsweise ein unterschiedlicher Umgang mit Zeit. Wo der Amerikaner denkt, er liege noch in der Zeit, wird der Deutsche schon nervös und spricht von „Verzögerung“. Vielleicht haben sich die Beteiligten aber auch nicht verständlich ausgedrückt, sondern ihr Anliegen missverständlich formuliert. Das kennt man ja, das ist nicht nur ein Problem interkultureller Kommunikation.

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Am 21. Mai ist „World Day for Cultural Diversity“!

Am 21. Mai ist „World Day for Cultural Diversity“!

Kulturelle Vielfalt – ein gemeinsames Erbe der Menschheit

Die UNESCO feiert am 21. Mai den„Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ und appelliert an den Schutz der kulturellen Vielfalt. Auch das   ti communication-Team möchte im Rahmen dieses Ereignisses ein Zeichen setzen. Durch unseren Beitritt zur Charta der Vielfalt verfolgen wir die Unternehmensinitiative, unterstützt durch Bundeskanzlerin Angela Merkel, bei der es vor allen Dingen darum geht, die Vielfalt innerhalb von Unternehmen zu fördern. Hintergrund ist es, durch eine Festlegung der Werte wie Anerkennung und Wertschätzung eine Unternehmenskultur frei von Vorurteilen zu kreieren.

Dass kulturelle Vielfalt vor allem eine Tatsache ist und in der heutigen Zeit größere Reibungspunkte offenbart, erfahren wir tagtäglich. Die weltweite Vernetzung über neue Kommunikationswege, internationale Reiseverkehrswege und damit verbunden die Öffnung nationaler Märkte zu einem Weltbinnenmarkt tragen zu einer Förderung interkultureller Kontakte bei und steigern das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede.

Besonders angesichts der aktuellen politischen Lage sorgt die Thematik der kulturellen Heterogenität für Aufruhr. Die Ereignisse aus aller Welt, wie der Zustrom zahlreicher Flüchtlinge, zeigen jedoch längst, dass kulturelle Vielfalt nun vielmehr zum alltäglichen Thema geworden ist und eine Auseinandersetzung mit der Materie erforderlich ist. Durch die derzeitigen gesellschaftlichen und politischen Spannungen wird das Zusammentreffen unterschiedlicher kultureller Strömung jedoch immer mehr als Herausforderung anstatt als Bereicherung angesehen. Wie soll die Welt also in Zukunft aussehen? Ein Miteinander und/oder ein Nebeneinander?

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Frauen als Führungskraft - eine Neuauflage des Buches unserer ti communication Trainerin Prof. Dr. Sandra Müller

Frauen als Führungskraft - eine Neuauflage des Buches unserer ti communication Trainerin Prof. Dr. Sandra Müller

Stärken nutzen. Erfolgspotenziale realisieren.

„Frauen wollen führen, nicht herrschen.“ So lautet die Überschrift eines kürzlich veröffentlichten Artikels von Helene Enders des Harvard Business Managers. Ihr Interview mit dem Juristen Prof. Brun-Hagen Hennerkes zeigt die fortwährende Problematik der beruflichen Stellung der Frau in Unternehmen auf.


Gerade auf oberer Managementebene ist der Anteil an weiblichen Führungskräften nach wie vor relativ gering. Die Ursachen dafür sind vielfältig. An Ausbildungsstand und Karriereambitionen von Frauen mangelt es jedenfalls nicht.


Unsere Trainerin Dr. Sandra Müller beschäftigt sich intensiv mit der Thematik Frauen in Führungspositionen. Ihre Erfahrung zeigt, dass sich Themenschwerpunkte in Coachings bei Frauen und Männern kaum unterscheiden. Fragen wie überzeugende Präsentation, motivierende Führung oder strategische Konzepte beschäftigen beide Geschlechter gleichermaßen. Und doch gibt es Unterschiede in der Wahrnehmung und der Akzeptanz weiblicher Führungskräfte.


In ihrem Buch "Frauen als Führungskraft. Stärken nutzen, Erfolgspotenziale realisieren." vermittelt Sandra Müller anhand von sechs Praxisbeispielen, bei denen weibliche Entscheider im Mittelpunkt stehen, konkretes Handwerkszeug für die persönliche Kompetenzerweiterung. Anhand von Reflexionsfragen, Checklisten und Praxistipps sollen weibliche Führungskräfte und Fachexpertinnen zum Führungserfolg ermutigt und bei der Umsetzung der Buchinhalte in ihrem Arbeitsalltag unterstützt werden. Auch wertvolle Tipps für den Umgang mit Gegenwind und zur Bewältigung von Rückschlägen sind enthalten. Ein Vielzahl interessanter Ansatzpunkte, nicht nur für Frauen selbst, sondern auch für PersonalexpertInnen, die Frauen dabei unterstützen können, in Führungspositionen zu gelangen und diese erfolgreich auszuführen.

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Sayonara* in Brasilien

Sayonara* in Brasilien

*= „Auf Wiedersehen“ auf Japanisch


Brasilien – das Land des Sambas und der Lebensfreude. Das sind gängige Assoziationen zu dem flächenmäßig fünftgrößten Land der Welt. Es gibt dort viel mehr als nur Rio und schöne Strände. Viele außergewöhnliche Fakten sind außerhalb der Landesgrenzen kaum bekannt. Oder hätten Sie Brasilien mit Japan in Verbindung gebracht? Hätten Sie gewusst, dass es das Land mit der größten japanischen Bevölkerung außerhalb Japans ist? Überrascht? Es gibt sogar einen „japanischen“ Stadtteil in São Paulo.


Liberdade: Freiheit. So heißt das „Japan Town“ São Paulos. Dieser Stadtteil, heute eher eine touristische Attraktion, hat über die Jahre einige Einflüsse anderer ostasiatischer Kulturen erlebt. Dort zeigt sich die eher unbekannte japanische Migration und erinnert an die kulturelle Vielfalt, an den kulturellen Schmelztiegel Brasiliens.


Am 18.06.1908, mit dem Eintreffen des ersten japanischen Schiffes Kasato Maru im Hafen von Santos, São Paulo, hat alles begonnen. In ihm waren 781 ArbeiterInnen aus Japan, die aufgrund der Überbevölkerung Japans und den vorherrschenden prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen nach Brasilien auswanderten. Während es nicht nur in Japan sondern auch in Italien und Deutschland für viele aus der ärmeren Handwerker- und Bauernschicht immer schwieriger wurde, im Heimatland eine Existenz aufzubauen, benötigte Brasilien Arbeitskräfte auf den großen Kaffeeplantagen und den neu eroberten und unbewohnten Gebieten außerhalb der beliebten Regionen um São Paulo und Rio. Brasilien schloss damals mit vielen Ländern Einwanderungsverträge und warb aktiv um ausländische Arbeitskräfte. Die Japaner bildeten jedoch keine besonders beliebte Einwanderergruppe in Brasilien und genossen kein hohes Ansehen. Trotz allen Schwierigkeiten verringerte sich die japanische Einwanderung erst mit dem Zweiten Weltkrieg. Bis 1915 waren knapp 15.000 MigrantInnen aus Japan in Brasilien angekommen. Nach dem Ersten Weltkrieg stieg diese Zahl stetig bis auf 164.000 JapanerInnen an.

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Welches Amerika ist das? Gedanken zum Präsidentschaftswahlkampf

Welches Amerika ist das? Gedanken zum Präsidentschaftswahlkampf

Welches Amerika ist das? Wie sind wir an diesen seltsamen Ort gekommen? Als Europäerin, die seit der Bush (Junior) Präsidentschaft in den USA lebt, ist das ein tagtägliches Rätsel. Gegenwärtig stellen sich viele AmerikanerInnen ähnliche Fragen. Mit einem Blick darauf, wie kulturelle Wurzeln und die Herausforderungen der Gegenwart zusammenwirken, werden die Dynamiken verständlicher.

Kulturelle Wurzeln

Geschichtlich tief verankerte Ideologien haben nach wie vor eine erhebliche Wirkung auf die gegenwärtigen Wahrnehmungen und emotionalen Reaktionen im politischen Prozess: Da die Nation der Vereinigten Staaten durch eine Revolution entstanden ist, haben viele Amerikaner eine positive Einstellung zu einer Trotzhaltung gegen Autoritäten im Allgemeinen und Misstrauen gegenüber Regierungen im Speziellen beibehalten. Freiheit (liberty) wird vor allem als Freiheit von Regierungskontrolle verstanden, Individualität (individuality) als das Recht zu sein und zu tun, was man will, und das Gesetz (rule of law) als dazu dienend, beides zu schützen. Gleichheit (equality) erkennt zwar an, dass es Unterschiede in Status und Erfolg gibt, akzeptiert aber keine naturgegebenen Unterschiede. Diese Haltung ist verwoben mit einer grundlegenden Identität als ein christliches Amerika und unterstützt die wichtige Rolle von Religion im politischen Leben, obwohl Kirche und Staat verfassungsrechtlich streng getrennt sind.

Gegenwart

Diese historischen Hintergründe werden von allen PräsidentschaftskandidatInnen (und den Medien) auf jeweils unterschiedliche Art rhetorisch genutzt. Gleichzeitig unterscheidet sich  der heutige Kontext für die KandidatInnen sehr  von den Wahlkämpfen der 90er Jahre, geschweige denn den Gründungsjahren der amerikanischen Republik. Eine Vielzahl massiver Veränderungen, u.a. in Geopolitik und Technologie, erzeugen einen hohen Druck auf politische Strukturen, Prozesse und Gewohnheiten – inklusive der Aufrechterhaltung des Zwei-Parteiensystems. Auch wenn dies kein explizites Wahlkampfthema ist, spürt die Öffentlichkeit verstärkt die Notwendigkeit tiefgreifender politischer Reformen.

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Interkulturelles Training Interkulturelle Kompetenz InterGest INTERCHANGE Interkulturelles Management Intercultural competence Auslandgeschäft Interkulturelle Sensibilisierung Intercultural management Interkulturelle Kommunikation Consulting Foreign trade Intercultural training Interkulturelles Training China Leadership Coaching Internationale Zusammenarbeit HR China Offene Trainings Auslandsentsendung Intercultural communication SIETAR ti kochkultur Brasilien Connect Sprachenservice Leadership development Österreich USA Wien Auslandsgeschäft Training für Führungskräfte Führung Expats Cross-cultural Communication brand eins Wirtschaftsmagazin Frankreich Internationales Expertenteam International cooperation Länderspezifische Trainings Interkultureller Geschäftserfolg Deutschland ti communication Führungskräfteentwicklung Japan Italien Interkulturelles Training USA Interkulturelles Training Brasilien Trainer Nachwuchsführungsprogramm Management Training anniversary celebration Welt Austria Iran Open training courses Führungskompetez Übersetzer Doctors Without Borders Cultural Awareness Project management Chance Russland Interkulturelle Erfahrung Training tool Tarof Germany Expertenteam Interkulturelles Training Niederlande Interkulturalität Regensburg Performance Management Schweiz Veränderung Interkulturelles Training Deutschland Premiere France GPM Weibliche Führungskräfte Strategie Megatrends England Switzerland Projektmanagement Internationale Teams Intercultural competence USA Spanien Führungskompetenz Ärzte ohne Grenzen India strategy Multikulturalismus Sepak Takraw Interkulturelles Entsendetraining complexity Resilienz Mitarbeiter Migration Austauschforum ti communication Shanghai Party Kochworkshop Rhomberg Bau Intercultural training China Indien Integration München Kulturelle Vielfalt – success Mehrsprachigkeit Regionalität Chile Seminarplanung international Intercultural training England Schweden Deutschland Österreich Schweiz Italy Handlungsfähigkeit cooking Kultur Entwicklung “ exchange platform Nationalbewusstsein Weltweites Personalentwicklungsprogramm Angst Interkulturelles Training Schweden Intercultural training Germany Turkey Change Management culture Impatriates Zeitverständnis Übersetzung 15 years Relocation Kabaddi Dolmetscher Zielkulturen Salzstadel Niederlande Brazil Rückkehr Spain management competencies Denmark internationale Printmedien Estland Fachkräftemangel Kompetenzmodelle fund-raiser Hornussen Vienna Nationalfeiertag exchange forum calimerocomplex Intercultural training Brazil internationales Marketing Auslandserfahrung Healthcare Foreign Business South Africa ti cooking culture Immigration Kundenkommunikation Indulgence workshop Sport Reflexion Internationalisierung Intercultural training Netherlands Südafrika carbon footprint Estonia Palladium Mobility Group Valencia Competency models Kommunikation fun Interpreting Hollywood Zeitmanagement Australia US-Präsidentschaftswahlen Gesundheitswesen Erfolg Türkei environmental protection Russia Kongress Fotoshooting Interkulturelles Training Österreich cooking culture Translating Erwartungen vs. Realität Intercultural Training India Komplexität Internationalization Australien Skandinavien Expat Management China Firmenjubiläum potatoes Kanada Homepage E-Learning cultural understanding internationales Projektmanagement Generation Y time management Inpattrainings Markenbotschafter Gendern Change Asien 15 Jahre Kartoffeln Hörbücher Kundenorientierung Jubiläumsfeier Country Navigator D-A-CH Kulturen Vereinbarkeit von Beruf und Familie Experts US Presidential Campaign Asia Benefizveranstaltung Umweltschutz Unternehmensberatung Interkultureller Genussworkshop Olympic Games Million´s Poet Reintegration best practise Remote Leadership Interkulturelles Training Indien reflection Skandinavia Management trainee programme Commitment Umzug Frauen Multilingualism CO²-Bilanz Diversity Management Team Mittel-und Osteuropa historic Salzstadel Interkulturelles Training England gesellschaftliches engagement Interkulturelles Training Schweiz Führungskräfte course correction Sweden responsibility