Die kulturelle Brille schärfen - eMag Interview (3)

Die kulturelle Brille schärfen - eMag Interview (3)

In der eMag-Serie „Kulturen, Kommunikation und Klischees“ spricht Infineon mit unseren interkulturellen TrainernInnen darüber, wie sie die TeilnehmerInnen ihrer Trainings auf das Leben in anderen Kulturen vorbereiten. Dabei geht es auch um Länderklischees und Fettnäpfchen. Über ihre Erfahrungen als interkulturelle Trainerin spricht Dorothea Hegner im Interview und erklärt die feinen kulturellen Unterschiede, die es sogar zwischen Nachbarländern wie Schweiz und Deutschland gibt. Ihre Spezialgebiete: Malaysia, Singapur, Schweiz, Deutschland und Österreich.

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Ein Best Practice für interkulturelle Kompetenz: Deutschland, Österreich und die Schweiz – so nah und doch so fern!

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Die Rhomberg Gruppe leistet in den Bereichen Bau, Ressourcen und Bahntechnik mit mehreren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Jahren erfolgreiche internationale Arbeit. Dabei baut Rhomberg zu jeder Zeit auf Nachhaltigkeit und legt großen Wert auf die Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungen! Manuela Pölki, Mitarbeiterin der Human Resources Abteilung von Rhomberg Bau in Bregenz, Österreich, über kulturelle Unterschiede zwischen Österreich und seinen Nachbarn, Deutschland und der Schweiz.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für ein D-A-CH Training entschieden haben?
Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit Unternehmen der D-A-CH Regionen zusammen und haben uns gewundert, warum es auch nach so langer Zusammenarbeit immer noch Differenzen und Unterschiede gibt, denen man sich vorher nie wirklich bewusst war. Es stellte sich heraus, dass diese Probleme kultureller Natur sind, deshalb haben wir uns für ein interkulturelles Training in den D-A-CH Kulturen entschieden.

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Missverständnisse unter Nachbarn - So nah und doch so anders!

Missverständnisse unter Nachbarn - So nah und doch so anders!

Lernen Sie die deutsch-österreichischen Beziehungen von einer ganz persönlichen Seite kennen: Ein Blogbeitrag von Susanne Braun, freiberufliche Trainerin bei ti communication.

Ich bin Österreicherin, habe in sechs Ländern gelebt und weit über 70 Länder bereist, doch das einzige Mal, dass ich einen ernsthaften Kulturschock erlebt habe, war als ich ins Nachbarland mit der gleichen Sprache, nämlich nach Deutschland gezogen bin.
Nichts trennt Österreicher und Deutsche mehr als die gemeinsame Sprache. Diesen Spruch habe ich lange nicht verstanden. Ich bin selber Österreicherin, habe aber die ersten 19 Jahre meines Lebens nahe der deutschen Grenze verbracht, somit hatte ich auch als Kind immer Zugang zu den deutschen Fernsehkanälen. Wirklich viel Unterschied sah ich da sprachlich nicht. Ich wusste, dass die Deutschen uns teilweise nicht verstanden, aber andersrum war das doch so einfach. Ich verstand immer jedes Wort. Auch unsere Verwandten in der Nähe von Dresden hatte ich immer hundertprozentig verstanden. Zugegebenermaßen fand ich dieses Hochdeutsch nie sehr attraktiv, aber ich war der Meinung, ich könnte mich perfekt nach der Schrift (unsere Bezeichnung für Hochdeutsch) ausdrücken, wenn ich denn nur wollte. Ich hatte in Portugal, Frankreich und den USA gelebt und mich immer problemlos eingelebt. In der Bewerbungsphase lernte ich als erstes, dass ich das Wort Hauptschule aus meinem Lebenslauf verbannen musste. In Österreich gibt es nur Gymnasium oder Hauptschule - zumindest zu meiner Schulzeit. Die Art der Schule, die man besuchte, ergab sich im Wesentlichen aus der geographischen Nähe. Qualitativ war da nicht unbedingt ein Unterschied und danach wechselte ich ohnehin auf die Handelsakademie, wo ich die Matura (Abitur) ablegte.
Nun hatte ich den ersten Job in Deutschland und war erstaunt, als ich ein paar Tage vor Antritt ein Schreiben bekam, ich solle doch die Informationen zu meiner Krankenversicherung mitbringen. Ich war davon ausgegangen, das erledige – so wie in meinem Heimatland Österreich – der Arbeitgeber. In Österreich gibt es Privatversicherungen nur zusätzlich zu der gesetzlichen Pflichtversicherung und bei letzterer kann man nicht auswählen, sondern es gibt nur eine pro Bundesland. Die Lauferei begann, denn wo anfangen? Noch dazu war ich über ein Jahr lang in den USA lang versichert gewesen und somit hatte ich keinen Anspruch auf die gesetzliche Krankenversicherung, sondern musste in die private. Und dazu musste ich jeden Facharzt abklappern und mir meine Gesundheit in seinem Fachgebiet bestätigen lassen. Uff, Bürokratie pur. Der erste Brief, den ich nach meiner offiziellen Anmeldung an meine neue Adresse bekam, stammte von der Kirchenbeitragsstelle – so viel zu Trennung von Staat und Kirche.

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Warum verstehen die Schweizer die Deutschen nicht?

Warum verstehen die Schweizer die Deutschen nicht?

Zuerst erschienen als Gastkolumne in Focus Online, Oktober 2014

Wenn sich das Verhältnis der Schweizer zu den im eigenen Land lebenden und arbeitenden Deutschen auf diesen, den zur Zeit am häufigsten zitierten Satz, reduziert, dann ist Aufklärungsbedarf vorhanden. Was läuft hier schief in der Kommunikation?

„Ich krieg mal ein Bier!“

Die Schweiz ist historisch bedingt ein Land, das auf Konsens baut. Dementsprechend ist das Managementsystem wenig hierarchisch, man begegnet sich auf Augenhöhe und oft duzen sich alle im Betrieb. Im Rahmen dieses partizipativen Führungsstils hört man dann auch keine Befehle. Wenn man gefragt wird, ob man bitte (!) diese Aufgabe bei Gelegenheit erledigen könne, versteht der Schweizer augenblicklich was von ihm verlangt wird: Jetzt und sofort und auf der Stelle. Dementsprechend unhöflich, ja herrisch wirken dann die Aufforderungen aus deutschem Munde. Die Höflichkeit und der Wille zum Konsens und Frieden verbieten es nun aber dem Schweizer, den Deutschen auf diesen Lapsus, diese Barschheit aufmerksam zu machen. Mit saurer Miene wird das Bier gebracht.

„Entschuldigung, noch ein Bier bitte“

Von den Deutschen hört man immer wieder, wie nett und freundlich die Schweizer seien. Keine Wanderung ohne ein zünftiges „Grüzi“ oder „Grüzi mitenand“. Und immer wieder ein ausführliches „Danke, Merci, Danke vielmals, das ist jetzt wirklich nicht nötig gewesen“. Was aber von den Deutschen als Freundlichkeit wahrgenommen wird, ist nur eine helvetische Grundtugend: Höflichkeit. Auch diese wird wieder bedingt durch die Notwendigkeit zur Konsenskultur: Das gesellschaftliche Zusammenleben und das Funktionieren der politischen Institutionen sind in der Schweiz ohne Konsenskultur undenkbar. Jede und jeder darf mitreden. So erfordern politische Entscheidungsfindungen in der Regel Sondierungsgespräche, Konsultationsrunden, Vernehmlassungen, parlamentarische Debatten und eine direktdemokratische Mitsprache. Und wo so viele Meinungen und Welten aufeinanderprallen, wirkt die Höflichkeit als Puffer. Und einen schönen Tag noch!

„Wir hätten gern noch zwei Bierli, bitte“

Immer, wenn Menschen aufeinander treffen, begegnen sie sich auf mindestens zwei Ebenen: auf der inhaltlichen Ebene, der Sachebene und auf der zwischenmenschlichen, der Beziehungsebene. Auf der ersten wird, wenn man sich beruflich trifft, inhaltlich gearbeitet, die zweite ist gekennzeichnet durch die Atmosphäre, die zwischen den Beteiligten besteht. Im Deutschen wie auch in der Schweiz ist es üblich, im Berufsleben die Sachebene zu betonen. Zusätzlich wird aber in der Schweiz auch sehr auf die Beziehungsebene geachtet und da wird genauer hingehört und Beziehungen werden auch aktiver gepflegt. Während im deutschen eine rechte Streitkultur herrscht und man sich im Geschäftsalltag durchaus die Meinung sagt, pflegen die Schweizer einen höflichen Umgang und ein Konflikt wird eher subtil zwischen den Zeilen ausgetragen. Und was wirkt hier verbindender und entspannender als der Diminuitiv? Mit einem –li am Ende verlieren Verträge und Franken ihre Bedrohung. Aber Achtung: Aus deutschem Munde klingen „Fränkli“ und „Hüsli“ herablassend und arrogant.  

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ti communication in Zürich - Wir sind Ihr Team vor Ort - in der Schweiz und weltweit!

ti communication in Zürich - Wir sind Ihr Team vor Ort - in der Schweiz und weltweit!

NEU: ti communication in der Schweiz! ti communication ist Ihr Team vor Ort für Ihren internationalen Erfolg! Nachdem im Januar dieses Jahres unsere Vertretung in China eröffnet wurde, folgt jetzt der Startschuss für ti communication in der Schweiz. Im Interview lernen Sie Dorothea Hegner, Ihre Ansprechpartnerin in Zürich, näher kennen und erfahren mehr über ti communication in Zürich!

ti communication: Wie profitieren die Kunden von ti communication vom neuen Standort in der Schweiz?
Dorothea Hegner: Zunächst einmal profitieren insbesondere die Schweizer Kunden, wie aber auch Kunden aus Süddeutschland und Liechtenstein, die nun in den Genuss einer noch intensiveren und umfassenderen Betreuung vor Ort kommen: Nichts kann das persönliche Gespräch ersetzen. Die Nähe zum Kunden hilft vor allem in komplexeren Mandaten und Projekten, die wir für die Kunden gruppenweit nach einheitlichen Standards koordinieren und abwickeln können. Auch bestehende Kunden in Deutschland profitieren vom erweiterten Netzwerk, indem Sie je nach Bedarf auf zusätzliche hochqualifizierte Trainer zurückgreifen können, die Trainingseinheiten über die Schweiz beziehen möchten.

Gleiche Sprache – Gleiche Kultur? Besteht denn überhaupt ein Bedarf an interkulturellem Training im Kontext Deutschland und Schweiz?
Da sprechen Sie ein heikles Thema an. “Mit Deutschen? Habe ich gar keine Probleme”, höre ich zwar oft und in meiner Arbeit als interkulturelle Trainerin erlebe ich viele gute Beispiele einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Schweizern und Deutschen. Gleichwohl gibt es kulturelle Unterschiede, insbesondere in der Kommunikation, die immer wieder zu Missverständnissen, Spannungen und Konflikten führen. Während Personalverantwortliche bei einer Entsendung nach China sofort an eine interkulturelle Vorbereitung denken, kommt kaum jemand auf die Idee, dass dies besonders auch bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz zu empfehlen ist und das Einleben in die schweizerische Kultur wesentlich rascher und mit deutlich weniger Reibungsverlusten ermöglicht. Zu glauben, dass gleiche Sprache = gleiche Kultur bedeutet, wäre ein Trugschluss, denn bereits die Sprache ist eben doch unterschiedlich. Außerdem: Die Schweizer haben im Februar die Masseneinwanderungsintiative angenommen, dies ist zum Teil auch harte Kritik an den Deutschen, was wiederum deutsche Spezialisten verunsichern und in ihrer Arbeit beeinträchtigen kann. Da hilft es, wenn man die Schweizer besser lesen, verstehen und souveräner mit ihnen interagieren kann.

Inwiefern passt ti communication zu Ihrer Person? Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit?
In meinem Herzen bin ich Unternehmerin und denke immer primär aus der Optik des Kunden: Was benötigt er wirklich zur bestmöglichen Zielerreichung, wie können wir ihn am besten unterstützen, welchen Service würde ich mir an seiner Stelle wünschen? Zudem sind für mich Werte wie Ehrlichkeit, Teamwork ,analytisch-strategisches Verständnis zentral. Mit der Professionalität und dem Serviceverständnis von ti communication kann ich mich sehr gut identifizieren und die hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden optimal erfüllen.

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Fehler im Auslandsgeschäft - Zehn sichere Wege, Geld zu verbrennen: Der siebte Fall - Außendienst übernimmt auch Auslandsvertrieb

Fehler im Auslandsgeschäft - Zehn sichere Wege, Geld zu verbrennen: Der siebte Fall - Außendienst übernimmt auch Auslandsvertrieb

Ein Beitrag von InterGest, Partner von ti communication.

Ach wie schön ist doch die Schweiz. Die Berge sind beeindru­ckend, die Schokolade betörend und das Schweizerdeutsch irgendwie sympathisch. Und als wenn das nicht alles schon genug wäre, haben die Bürger des Alpenstaates auch noch reichlich Geld und sind kon­sumfreudig. Was liegt also näher als von Süddeutschland aus zumindest die deutschsprachige Schweiz zu erobern und die allseits geschätzten Pro­dukte der Pfleiderer GmbH auch dort zu vertreiben.

Herr Pfleiderer Junior stellt in Konstanz am Bodensee, Grenzstadt zur Schweiz, in der dritten Generation hochwertige Einbauküchen her. Seine Küchen – Qualität aus deutschen Landen – sind sehr be­liebt, aber teuer, was sie für den Schweizer Markt geradezu prädesti­niert. Bisher wurden noch keine großen Vertriebsaktivitäten in die Schweiz gelenkt, aber es war unübersehbar, dass immer mehr Schwei­zer eine Pfleiderer Küche wollten und sich daher anschickten nach Deutschland zu fahren und dort die Küche zu bestellen. Ein einträgli­ches Geschäft mit hohem Wachstumspotenzial.

Herr Pfleiderer wollte nun Nägel mit Köpfen machen und stellte sich vor, die gesamte Schweiz demnächst mit seinen hochwertigen Küchen zu beliefern. Einen Steuervertreter hatte er schon im Land, denn durch seine Montagetätigkeiten beim Küchenaufbau benötigte er diesen. Der nächste Schritt, nämlich die Gründung einer eigenen Schweizer Niederlassung, konnte daher recht unproblematisch von dem bekannten lokalen Steuerberater durchgeführt werden.

Aus Kostengründen wollte Herr Pfleiderer erst einmal auf einen Showroom verzichten und entschied sich für den Vertrieb über lokale Messen und Ausstellungen sowie einem extra von ihm entwickelten Direktvertrieb nach dem Modell „Vorwerk“, welches er sehr erfolg­reich in Deutschland betrieb. Seine geschickten und gut geschulten Verkäufer mussten sich nur Zugang zu Haus oder Wohnung des po­tenziellen Kunden verschaffen, und dann direkt vor Ort mittels selbst entwickelten Computersimulation die mögliche neue Küche dem staunenden Kunden virtuell aufbauen. War man einmal so weit, rück­te der Auftrag in greifbare Nähe. Sein Vorteil war auch, dass er dank recht hoher Margen mit nur wenigen Aufträgen gut leben konnte. Nun sollte das also in die Schweiz übertragen werden und es sprach nichts gegen einen vollen Erfolg.

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Fehler im Auslandsgeschäft - Zehn sichere Wege, Geld zu verbrennen: Der dritte Fall - Sie übernehmen Ihr lokales Marketing und Ihre Unternehmenskommunikation im Zielland

Fehler im Auslandsgeschäft - Zehn sichere Wege, Geld zu verbrennen: Der dritte Fall - Sie übernehmen Ihr lokales Marketing und Ihre Unternehmenskommunikation  im Zielland

Ein Beitrag von InterGest, Partner von ti communication.

Reisen Sie gerne? Haben Sie nicht auch schon mal in einem fremden Land im Hotel morgens den Fernseher angemacht, weil ihr Zimmer erschreckend wenig Unterhaltungswert hatte und es sich besser die Zähne putzt, wenn man dabei bunte Bilder anschau­en kann? Ist es nicht spannend zu beobachten, dass uns bekannte Produkte hier völlig anders beworben werden als zu Hause?

Herr M. aus G. hat das offensichtlich noch nicht so sehr mitge­kriegt, was entweder daran liegt, dass er kein Fernsehen schaut, oder – wenn – doch immer an DW-TV hängen bleibt, wo natürlich keine lokale Werbung zu sehen ist.

Und so trifft Herr M. die folgenschwere Entscheidung sei­ne Produkte – er ist Anbieter für IT-Dienstleistungen – auch im Nachbarland anzubieten. Da das Nachbarland Österreich ist, kann nach Auffassung des Herrn M. sämtliche Kommunikation genau so laufen wie im deutschen Heimatmarkt. Warum auch nicht? In Österreich spricht man doch auch deutsch und der Lebensstan­dard ist mehr oder weniger der gleiche.

Gesagt, getan. Herr M. eröffnet eine Repräsentanz in Wien, schickt einen seiner deutschen, aber Österreich-affinen Mitarbeiter rüber und lehnt sich im Marketing richtig weit aus dem Fenster. Na­türlich muss man mit einer Repräsentanz auch keine eigene Firma in Österreich gründen, da reicht das Verbindungsbüro aus und man kann alles über die deutsche GmbH abwickeln und fakturieren.

Herr M. geht nun auch richtig in die Werbung, er schaltet An­zeigen, richtet sich an Fachzeitschriften und macht sogar kleine Aufkleber auf seine deutschen Flyer auf denen die österreichische Adresse steht. Alle Hebel werden in Bewegung gesetzt. Nur eins bleibt aus, der Erfolg. Irgendwie will niemand die Firma des Herrn M beauftragen, obwohl hier doch ein „Made in Germany“ drauf steht und deutsche Qualitätsarbeit in der ganzen Welt gefragt ist. Was ist nur los mit den Österreichern?

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Deutschland und Österreich haben alles gemeinsam – mit Ausnahme der Sprache natürlich

Deutschland und Österreich haben alles gemeinsam – mit Ausnahme der Sprache natürlich

So könnte man Churchills Aperçu über England und die USA variieren. Schrank und Kasten, Kühlschrank und Eiskasten, Sakko und Rock, Sessel und Stuhl (in Österreich nur etwas sehr Unappetitliches), Treppe und Stiege (in Österreich ein Gebäudeteil), Estrich und Boden, Blumenkohl und Karfiol, Schlagsahne und Schlagobers, Kneippe und Beisl, ich bin/ich habe gestanden (in Österreich nur ein Geständnis), ich bin/ich habe gesessen (in Österreich nur im Gefängnis) – das sind gerade ein paar Beispiele, die letzte Dudenausgabe führt ca. 850 Austriazismen der Alltagssprache  an. Dazu kommen noch feine Unterschiede in der mündlichen und schriftlichen Ausdrucksweise, wie der häufigere Gebrauch von bitte und danke oder des Konjunktivs Imperfecti (könnte, dürfte, sollte, würde) anstatt des Indikativs Präsentis.

Wenn es aber nur diese Differenzen in Vokabular, Grammatik und Stil gäbe, könnte man sich noch leicht daran gewöhnen und „zur Tagesordnung übergehen“. Nicht so leicht fassbar, aber viel wichtiger sind die Unterschiede in Mentalität und Verhalten. So sind Zeitbegriff, Zusagen und Abmachungen in Österreich oft etwas weniger verbindlich als in Deutschland, auch sind persönliche Beziehungen meist viel wichtiger als sachliche Argumente. Es sind eben aus den Jahrhunderten des Vielvölkerstaats der Monarchie noch einige orientalische Spuren verblieben, schon für Metternich hat der Balkan ja bereits in Simmering (einem östlichen Wiener Gemeindebezirk) begonnen. Gerade weil beide Länder Teile desselben deutschen Kulturkreises sind, gerät man leicht in Versuchung, diese interkulturellen Unterschiede zu ignorieren oder zumindest zu bagatellisieren - und ist dann verwundert bis irritiert, wenn daraus persönliche und geschäftliche Probleme resultieren.

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Interkulturelle Trainings zu Deutschland- und Österreich: Interkulturelle Vorbereitung ausländischer Fach- und Führungskräfte – ein neuer Trend?

Interkulturelle Trainings zu Deutschland- und Österreich: Interkulturelle Vorbereitung ausländischer Fach- und Führungskräfte  – ein neuer Trend?

Oft werden interkulturelle Trainings mit Vorbereitung der internationalen Zusammenarbeit mit „Exoten“ wie China, Brasilien oder Russland oder aber einer allgemeinen Sensibilisierung verbunden. Trainings zu Deutschland werden kaum assoziiert - oder doch? Susanna Brökelmann, Managing Partner von ti communication (Foto) hat kürzlich die Tendenzen in der Entwicklung interkultureller Vorbereitungen für ausländische Fach- und Führungskräfte im Rahmen des Treffens der Regionalgruppe München des internationales Verbands der interkulturell Interessierter SIETAR (Society of Intercultural Education, Training and Research) vorgestellt.

Susanna Brökelmann erläuterte, dass immer mehr Unternehmen sich mit der Frage beschäftigen, wie ausländische Fach-und Führungskräfte auf ihren Einsatz in Deutschland oder Österreich vorbereitet werden können. Vor allem drei starken Tendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre muss dabei Rechenschaft getragen werden.

- Der Fachkräftemangel zieht Fachkräfte aller Branchen aus dem Ausland an

- Durch die steigende Internationalisierung kommen immer mehr ausländische Führungskräfte nach Deutschland und Österreich und prägen die jeweiligen Unternehmenskulturen 

- Internationale Teams sind im Alltag international tätiger Unternehmen Standard

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Willkommen in Pune

Willkommen in Pune
Por J.Narkar klein
Pune - Aufstrebendes Wirtschaftscluster und Trainingsstandort von ti communication

Pune ist mit 3,1 Millionen EinwohnerInnen die neuntgrößte Stadt Indiens und nach Mumbai die zweitgrößte Stadt im Bundesstaat Maharashtra. Die Stadt ist bedeutendes Industriezentrum sowie kultureller Mittelpunkt der Region mit Theatern, Kinos und Museen. Pune ist ein wichtiges Bildungszentrum in Indien und wird häufig als „Oxford of the East“ bezeichnet. An neun Universitäten und über 100 Bildungseinrichtungen werden ca. 500.000 Studierende ausgebildet.

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Afrika Andreas Hauser Anna Corbett Argentinien Ärzte ohne Grenzen Asien Auslandsentsendung Auslandserfahrung Australien Auszeichnungen Belgien brand eins Wirtschaftsmagazin Brasilien Change Chile China Chinaforum Bayern Christoph Hauser Coaching Connect Sprachenservice Consulting Country Navigator D-A-CH Deutschland Dieter Dier Diversity Dorothea Hegner Dr. Heike Stengel Dr. Karin Schreiner Dr. Michelle Cummings-Koether Dr. Peter Anterist Dr. Peter Berger Dr. Sandra Müller Dr. Zeina Matar E-Learning England Europoles Evonik Expats Finnland Flüchtlinge Frankreich Frauen Froesch Group Führungskräfteentwicklung Generation Y Gerhard Hain Gesundheitswesen Gleichstellung GPM Gyöngyi Varga Impats Indien Infineon Integration INTERCHANGE InterGest Interkulturelle Kommunikation Interkulturelle Kompetenz Interkulturelles Management Interkulturelles Training Internationalisierung Internetauftritt Iran Italien Janaki Narkar-Waldraff Japan Kanada Kinder Kiriko Nishiyama KMU Kolumbien Korea Kuba Kulturelle Unterschiede Kulturelle Vielfalt Kulturschock Kundenzufriedenheit Lateinamerika Leadership Malaysia Marketing & Vertrieb Mehrwert Mongolei Nachwuchsführungskräfte Neue Formate Newsletter Niederlande Offene Trainings Organisationsentwicklung Osram Ost- und Mitteleuropa Österreich Peru Philipp Werner Polen Projektmanagement Publikationen Raoul M. Koether Rausch & Pausch Reintegration Reisen Remote Leadership Resilienz Rhomberg Bau Riskworkers Russland Ruth Schaefer Sabine Amend Schweden Schweiz Sicherheit SIETAR Silberfuchs-Verlag Singapur Skandinavien Spanien Sport Stadtmarketing Regensburg Stefan Nadenau Strategie Stressmanagement Success Stories Südafrika Susanna Brökelmann Syrien Teamentwicklung ti communication Traditionen Trainertreff Türkei Übersetzung Umweltschutz Ungarn Unsere ExpertInnen Unsere Kunden Unsere Partner Unternehmenskultur USA Verhandlungstraining WM Workshop Xueli Yuan


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