Unser Christmas Guide für Sie: Weihnachten in Russland

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Weihnachten ist das Fest der…Eisbahnen und des Väterchen Frost!

Heilig Abend -  Unmittelbar schweifen unsere Gedanken zu würzigen Lebkuchen, prächtig geschmückten Tannenbäumen und einem besinnlichen Abend mit der Familie. Doch diese Vorstellung von Weihnachten, wie es die meisten von uns kennen, kann nicht auf jede Kultur angewendet werden. Nichtsdestotrotz ist Weihnachten ein globales und kulturelles Spektakel das verschiedene Bräuche, Rituale und Merkmale in unterschiedlichen Ländern aufweist. In unserem Weihnachtsspezial stellen wir Ihnen zu jedem Adventswochenende ein Land vor, in dem ebenfalls das Fest zelebriert wird – manchmal jedoch unter etwas anderen Umständen. Mit unserem Christmas Guide durch die verschiedenen Weihnachtskulturen der Welt, und helfen Ihnen dabei auch in fernen Ländern die verschiedenen Regeln rund um das Fest der Liebe zu beherrschen. Wir führen unsere Reise weiter nach Russland!

Weihnachten in Russland ist eine komplizierte Sache. Denn Weihnachten wird in Russland nicht am 25. Dezember gefeiert. Trotz der Mehrheit des Christlichen Glaubens, ist die Geburt Jesus Christus nicht das wichtigste Fest des Jahres. Dies hat vorrangig zwei Gründe.

Zum einen wurde nach der Revolution im Jahr 1917 das christliche Weihnachtsfest abgeschafft, was aber nicht gänzlich das Aussterben der weihnachtlich/winterlichen Traditionen zur Folge hatte. Symbole und Traditionen wurden auf den Silvesterabend übertragen. So versammeln sich die RussInnen am Neujahrsabend um den prächtig geschmückten Tannenbaum und werden reichlich beschenkt. Das russische Pendant zu Weihnachtsmann und Christkind ist Väterchen Frost. Er reist mit Snegurochka, seiner Begleiterin und Enkelin, auf einer Troika sowie zu Fuß durch das Land und verteilt Geschenke. Zudem kommen mit ihm die Minusgrade und der Schnee ins Land gezogen, weswegen er seinen Titel als Väterchen Frost erhalten hat.

Zum anderen entsprechen die Weihnachtsfeiertage in Russland dem julianischen Kalender. Das heißt, dass das christliche Weihnachtsfest am 7. Januar gefeiert wird, was dem 25. Dezember im gregorianischen Kalender zugeordnet werden kann. Dieser wurde jedoch erst 1991 nach Zerfall der Sowjetunion als offizieller Weihnachtsfeiertag eingeführt. Die lange Phase der Abwesenheit des christlichen Weihnachtsfestes und die dazu vergleichsweise erst kurze Zeit nach der Wiedereinführung, bewirken, dass der 31. Dezember dennoch der beliebteste Feiertag in Russland bleibt.

Was wird während der Weihnachtszeit unternommen? Vor allem eins: Schlittschuhlaufen! Nichts ist klassischer zur Neujahrs- und Weihnachtszeit als auf dem Eis ein paar (mehr oder weniger grazile) Kreise zu ziehen. Allein in Moskau gibt es bis zu 1500 Eisbahnen auf denen der winterliche Volkssport betrieben wird. Anschließend gibt es an den meist angrenzenden Weihnachtsmärkten zur Verstärkung einen Blintschik, russischer Pfannkuchen, mit Glühwein.

Den Silvesterabend verbringt man meist mit der Familie und den Freunden. Dabei wird viel gegessen und getrunken. Ähnlich wie der Festtisch bietet das Fernsehprogramm eine breite Auswahl an. Darunter darf auch der russische Klassiker "Ironie des Schicksals oder Gut Dampf" („Ирония судьбы или С лёгким паром“) nicht fehlen. Wenn die Uhr  12 schlägt, wird so schnell wie möglich ein Glas Schampanskoje getrunken, gratuliert und auf Väterchen Frost gewartet.

Der Heilig Abend am 6. Januar wird meistens mit einem späten Gottesdienst eingeleitet, da die Fastenzeit vor Weihnachten um Mitternacht endet. Der anschließende Weihnachtsfeiertag wird mit der Familie in festlicher und besinnlicher Atmosphäre zelebriert.

Gegessen wird zu Weihnachten in Russland Kutja. Der mit Honig gesüßte Haferbrei mit Mohn und Trockenfrüchten, ist das traditionelle Gericht das an Heiligabend nach der 40-tägigen Fastenzeit serviert wird. Am 7. Januar wird wieder im Kreis der Familie und Freunden groß aufgetischt.

Am Silvesterabend darf auf dem Festtisch eine Sache nicht fehlen: Olivier-Salat. Aber auch „Hering im Mantel“ wird neben Kaviar und vielen weiteren Salatvariationen dazu gereicht. Getrunken wird gerne Wein, Sekt und natürlich Wodka. Falls Sie das Glück haben und zu einer russischen Feier an Silvester eingeladen werden – und dies kann schnell passieren, da RussInnen sehr gastfreundlich sind – hören Sie nicht so schnell auf, zu essen. In Russland wird fortlaufend gegessen, somit fällt es auch leichter mit dem vielen Wodka zurechtzukommen. Eine Sakuska ( z. D. „Häppchen, Vorspeise“) sollte nach jedem Kurzen eingenommen werden! Ansonsten könnten Sie schnell unter den Tisch getrunken werden.

Alles in Allem kann Weihnachten in Russland sehr verwirrend für die EuropäerInnen bezüglich der historischen Schieberei der Feiertagsdaten sein. Allgemein sind die Festtage zwischen dem 31. Dezember und 8. Januar voller gutem russischen Essen, Feierlichkeiten und Gesellschaft.

Dies ist nur ein kleiner Abstecher in die russische Kultur. In unserem Trainingskatalog 2019 finden Sie interkulturelle Trainings mit dem Länderfokus auf Russland, mit denen auch der Geschäftserfolg in Russland zu einer schönen Bescherung wird!

Hiermit endet unsere Reise über den weihnachtlichen Globus. Das Team von ti communication wünscht Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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