Regionalkulturen USA (4/5): Zentrale Konflikte und Entwicklungen im 19. Jahrhundert

Die westliche Expansion findet vor allem im 19. Jahrhundert statt und ist geprägt von Immigrantenströme und dem Ringen um Einfluss um zwischen den verschiedenen Kulturen im Land.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Landkarte, die entsteht, beginnt so auszusehen:

Bildbeschreibung          Bild1

(zum Vergleich die heutige Karte der USA)

(Quelle:http://www.maps4kids.com/US_States.htm; http://emerald.tufts.edu/alumni/magazine/fall2013/features/up-in-arms.html)

New France in den USA ist sehr klein geworden, Tidewater bleibt geografisch beschränkt, Deep South, Appalchia, Yankeedom und Midlands sind nach Westen expandiert. Die Bundesstaaten entstehen, wie wir sie heute kennen.

Die Appalachenkulturen sind in vielerlei Hinsicht die größten Gewinner. Sie haben nun in Form von Bundesstaaten politische Repräsentation und auch nationalen Einfluß. Andrew Jackson aus Tenessee wird 7. Präsident der USA (1829-37). Zu seiner Politik gehörten u.a. die Bejahung von Sklaverei und die Vertreibung der indianischen Bevölkerungen.

Im Bürgerkrieg (1861-65) um Sklaverei und Einfluss in den neuen Bundesstaaten verlieren Deep South und Tidewater militärisch, wirtschaftlich und politisch. Die Sieger schreiben die offizielle amerikanische Geschichte aus der Sicht von Yankeedom und dessen Idealen, während sich im Süden langsam Gegenbewegungen formieren: Gegen die verstärkten öffentliche Bildungsimpulse aus dem Norden, die (nachvollziehbar) als Kontrollversuche wahrgenommen werden und gegen eine gleichheitsorientierte Liberalität, die als „unmoralisch“ umgedeutet wird. Neue Wege der Rassentrennung werden gesucht und gefunden. Gestärkt wird ein Verständnis von Religion, besonders von Christentum, das privat und innerlich ist – und sich von einer politischen Agenda des öffentlichen Protentantismus (Yankeedom) mit gesellschaftlicher„Weltverbesserung“ abgrenzt.

Auch heute sind viele Regionen des Deep South wesentlich bildungsschwächer und ärmer als der Rest des Landes. Gleichzeitig versucht man, durch niedrige Steuern, wenig Regulierung und Unternehmensansiedelung die Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Beispiele sind etwa die Ansiedelung von Produktionen für Mercedes in Alabama oder Kia in Georgia.

Im Kontrast dazu stehen die exzellenten Universitäten im mittleren Westen und an der Westküste, wie etwa Oberlin College oder Stanford University, die ihren Ursprung in Yankee-Gründungen haben. Diese „Talentschmieden“ ziehen intellektuelles Kapital aus den ganzen USA und aller Welt an. Oft bleiben die AbsolventInnen in den USA, um als Wissenschaftler oder Unternehmer (etwa im Silicon Valley) ihre Ideen weiter zu entwickeln.

Milder geworden in der Auseinandersetzung mit anderen Einflüssen, bleiben Bildungsidealismus und der Gedanke an die Verbesserbarkeit der Welt als treibende Yankee-Kräfte erhalten. Die Left Coast, eine Mischung aus Yankeedom und Appalachen-Individualismus, findet sich heute meist in politischer Allianz mit Yankeedom mit einer Befürwortung von Umweltschutz, Schutz von Arbeitnehmern, Bildungsfreundlichkeit und einer eher moderaten Außenpolitik.

Das ti communication USA Büro ist in Portland, Oregon (Left Coast) angesiedelt. Diese Stadt zeichnet sich durch eine Vielzahl von Universitäten, weltanschauliche Offenheit, eine angenehme Mischung von Gemeinschaftssinn und Autonomie sowie eine lebendige Kulturszene aus.

Nun bleibt noch der Far West: Was ist typisch für diese Region und welche Rolle spielt sie jetzt und vermutlich in Zukunft?

Lesen Sie weiter in Teil 5.


Unsere Director Business Development USA und Autorin, Sabine Amend, wird Sie in den nächsten Wochen auf eine Reise durch die Geschichte der USA mitnehmen.

Regionalkulturen USA (5/5): Far West und das Ameri...
Regionalkulturen USA (3/5): Der Deep South, die Mi...

Ähnliche Beiträge

 

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Freitag, 20. Oktober 2017
Afrika Andreas Hauser Anna Corbett Argentinien Ärzte ohne Grenzen Asien Auslandsentsendung Auslandserfahrung Australien Auszeichnungen Belgien brand eins Wirtschaftsmagazin Brasilien Change Chile China Chinaforum Bayern Christoph Hauser Coaching Connect Sprachenservice Consulting Country Navigator D-A-CH Deutschland Dieter Dier Diversity Dorothea Hegner Dr. Heike Stengel Dr. Karin Schreiner Dr. Michelle Cummings-Koether Dr. Peter Anterist Dr. Peter Berger Dr. Sandra Müller Dr. Zeina Matar E-Learning England Europoles Evonik Expats Finnland Flüchtlinge Frankreich Frauen Froesch Group Führungskräfteentwicklung Generation Y Gerhard Hain Gesundheitswesen Gleichstellung GPM Gyöngyi Varga Impats Indien Infineon Integration INTERCHANGE InterGest Interkulturelle Kommunikation Interkulturelle Kompetenz Interkulturelles Management Interkulturelles Training Internationalisierung Internetauftritt Iran Italien Janaki Narkar-Waldraff Japan Kanada Kinder Kiriko Nishiyama KMU Kolumbien Korea Kuba Kulturelle Unterschiede Kulturelle Vielfalt Kulturschock Kundenzufriedenheit Lateinamerika Leadership Malaysia Marketing & Vertrieb Mehrwert Mongolei Nachwuchsführungskräfte Neue Formate Newsletter Niederlande Offene Trainings Organisationsentwicklung Osram Ost- und Mitteleuropa Österreich Peru Philipp Werner Polen Projektmanagement Publikationen Raoul M. Koether Rausch & Pausch Reintegration Reisen Remote Leadership Resilienz Rhomberg Bau Riskworkers Russland Ruth Schaefer Sabine Amend Schweden Schweiz Sicherheit SIETAR Silberfuchs-Verlag Singapur Skandinavien Spanien Sport Stadtmarketing Regensburg Stefan Nadenau Strategie Stressmanagement Success Stories Südafrika Susanna Brökelmann Syrien Teamentwicklung ti communication Traditionen Trainertreff Türkei Übersetzung Umweltschutz Ungarn Unsere ExpertInnen Unsere Kunden Unsere Partner Unternehmenskultur USA Verhandlungstraining WM Workshop Xueli Yuan


Blogverzeichnis - Bloggerei.de      BloggerAmt