Neues Format: Intercultural Security Awareness Training - Beispiel Brasilien

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Das Thema Sicherheit hat in der letzten Zeit für viele Unternehmen und Institutionen, die ihre MitarbeiterInnen ins Ausland schicken, zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Länder sind mehr und mehr von Gewalt und Konflikten betroffen. In Brasilien leidet die Bevölkerung aufgrund der großen sozialen Kluft und der systemischen Korruption sehr unter der Kriminalität und den daraus entstehenden Konsequenzen.
In Brasilien bilden Taschendiebstähle, Überfälle beim Ein- und Aussteigen vom Auto, Überfälle an Ampelkreuzungen und Blitzentführungen („Bankautomatentour“) die Mehrheit der Gewaltdelikte. Die Täter sind meist einzelne Konfliktparteien oder gehören zu kriminellen Banden.
So ist neben sprachlichen, landeskundlichen und interkulturellen Vorbereitungen für Brasilien die Nachfrage nach Sicherheitstrainings gestiegen.


Themen wie präventive Sicherheitsmaßnahmen während der Entsendung, pro-aktives Erkennen von Gefahrensituationen und Verhalten im Notfall werden oft beim Sicherheitstraining behandelt. Arbeitsmethoden wie Erfahrungsberichte und Rollenspiele unterstützen das Reflektionsvermögen der TeilnehmerInnen und helfen ihnen, möglichen Szenarien zu konstruieren und zu erarbeiten. Zu oft allerdings konzentrieren sich Sicherheitstrainings auf die „hard facts“ und Aspekte wie die eigene Verwundbarkeit und kulturelle Werte bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Unser Intercultural Security Awareness Training verfolgt das Ziel Zusammenhänge zwischen kulturellen Faktoren und der Sicherheitsthematik aufzuzeigen.
2015 habe ich ein Sabbatjahr mit meiner Familie in Brasilien verbracht. Mehr als im Familienurlaub wurde das Thema Sicherheit für mich ein persönliches Anliegen. Für unsere Kinder, damals 12 und 10 Jahre alt, war es am Anfang nicht einfach zu akzeptieren, dass sie sich nicht mehr so frei bewegen konnten, wie sie es in Köln gewohnt waren. Für uns Eltern hieß es unter anderem, dass wir mehr Zeit mit dem Hin- und Herfahren der Kinder verbringen mussten. Da unsere Kinder mit der brasilianischen Kultur sehr vertraut sind, haben sie sich schnell in der neuen Situation eingelebt und akzeptiert, dass das Jahr in Brasilien auf der einen Seite eine Einschränkung ihrer Selbständigkeit bedeutete, dass sie aber auf der anderen Seite viele neue spannende Erfahrungen machen konnten.
„Viele Menschen haben ein zu statisches Weltbild und betrachten lediglich sich selbst als handelnde Person und übersehen damit den Einfluss der Interaktion“, sagt Kriminalpsychologe U. Füllgrabe[1] . Der Verlauf und der Ausgang einer schwierigen Situation wird meist nonverbal durch Mimik, Gestik und Körperhaltung beeinflusst. Des Weiteren spielt Sprache, das eigene Verhalten sowie die Absichten des Angreifers eine Rolle. So ist es hilfreich, die Spielregeln kennen zu lernen, um herauszufinden, welche Einflussmöglichkeiten jede Person hat. Ein Intercultural Security Awareness Training wirkt hierbei angstreduzierend. Eine gute Vorbereitung ist das A und O für einen erfolgreichen Auslandseinsatz.

Interessieren Sie sich für ein Training? Kontaktieren Sie uns! 


[1] „Wenn Wissen Leben retten kann“, gtz 2006

Success Story: Interkulturelle Trainings für die B...
"Streit ist der Vater des Fortschritts"
 

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Sonntag, 27. Mai 2018

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