Success Story: Interkulturelle Trainings für die Baubranche in Thailand - Nicht nur für das Management relevant!

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Die Firmengruppe Max Bögl zählt mit 6500 hoch qualifizierten MitarbeiterInnen und einem Jahresumsatz von über 1,7 Mrd. Euro zu den größten Baudienstleistern Deutschlands. Qualität und innovative Lösungen werden weltweit nachgefragt und daher überrascht es nicht, dass Max Bögl auch Projekte am anderen Ende der Welt erfolgreich umsetzt. ti communication ist Partner von Max Bögl und unterstützt die Firmengruppe und seine MitarbeiterInnen mit interkulturellen Entsendetrainings.

Molly Ng tic Hintergrund 07 2014Wir haben mit Senior Trainerin Molly Ng über ihre interkulturellen Entsendetrainings zu Thailand für die Firmengruppe Max Bögl gesprochen, besonders in Hinblick auf Chancen und Herausforderungen für die Baubranche im interkulturellen Kontext.

Mit welchen Trainings durften Sie Max Bögl unterstützen?

Ich durfte Max Bögl mit interkulturellen Entsendetrainings zu Thailand für BaufacharbeiterInnen und BauleiterInnen unterstützen. Ziel der Trainings war es, die MitarbeiterInnen für die Kultur Thailands und das Verhalten der thailändischen KollegInnen und Bevölkerung zu sensibilisieren, bevor sie zu ihrem Auslandseinsatz aufbrechen.

Welche Vorteile glauben Sie, verspricht sich ein Bauunternehmen von interkulturellen Entsendetrainings?

Der Großteil der TeilnehmerInnen war noch nie, bzw. nur zu Urlaubszwecken in Asien, durch eine solche Sensibilisierung der MitarbeiterInnen verspricht sich ein Bauunternehmen vor allem einen reibungslosen und zügigen Ablauf der komplexen Projekte im Ausland. Da aufgrund der fehlenden gemeinsamen Sprache der Beteiligten aus verschiedensten Nationen auf Kommunikation mit „Händen und Füßen“ zurückgegriffen werden muss, sind einige kulturelle Grundkenntnisse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit unverzichtbar. Außerdem wird den entsandten MitarbeiterInnen die eventuell vorhandene Furcht oder Vorurteile genommen, was sich positiv auf die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen auswirkt.

Für welche MitarbeiterInnen wurde das Training abgehalten?

Die Entsendetrainings wurden hauptsächlich für BaufacharbeiterInnen und einige wenige BauleiterInnen abgehalten – also nicht für die „Management-Ebene“ die meist die Zielgruppe interkultureller Trainings ist. Der TeilnehmerInnenkreis setzte sich aus deutschen und – typisch für die Baubranche in Deutschland - tschechischen Angestellten zusammen, wobei das Training für die Tschechen auf Englisch mit tschechischer Übersetzung stattfand.

Gibt es interkulturelle Herausforderungen, die vor allem die Baubranche betreffen?

Auf Baustellen in Deutschland und weltweit sind ArbeiterInnen aus den verschiedensten Kulturkreisen und Nationen beschäftigt. Dass viele BauarbeiterInnen häufig nicht fließend Englisch sprechen erschwert die Verständigung, so wird meist auf eine Kommunikation mit Verwendung von Gestik und einfachen Begriffen zurückgegriffen. Die wohl größte interkulturelle Aufgabe ist – nicht nur auf Baustellen im Ausland, sondern auch in Deutschland – die Kommunikation untereinander. Auf den Baustellen kommunizieren die MitarbeiterInnen sehr sachbezogen, direkt und zielorientiert. Diese in Europa alltägliche Projektkommunikation kann vor Allem auf ausländische KollegInnen verwirrend oder missverständlich wirken, wenn sie nicht wissen, wie diese einzuordnen sind.

Viele Bauunternehmen sind nur im deutschsprachigen Raum tätig. Sind interkulturelle Trainings nur für große Bauunternehmen interessant, die auf Baustellen im Ausland tätig sind?

Nein! Auch auf Baustellen in Deutschland sind sehr viele Firmen und MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Kulturen anzutreffen. Die deutschen ArbeiterInnen haben hier zwar keinen Bedarf an speziellen Entsendetrainings, jedoch führen interkulturelle Trainings zu einer Sensibilisierung der TeilnehmerInnen und können so dazu beitragen, dass Konflikte leichter gelöst werden, oder gar nicht erst entstehen.

Was unterscheidet ein interkulturelles Training mit ausführenden BaufacharbeiterInnen von einem Training mit Managern und Führungskräften?

Bei Trainings für Führungskräfte liegt der Fokus für gewöhnlich auf Personalführung, Verhandlungsstrategien sowie dem „richtigen“ Umgang mit ausländischen Führungskräften. Die interkulturellen Trainings für BaufacharbeiterInnen sind viel spezifischer auf den Themenkomplex Baustelle zugeschnitten. Ein wichtiger Aspekt waren zudem die unterschiedlichen Auslegungen von (Arbeits-)Präzision und –tempo in Deutschland und Thailand. Trainings für FacharbeiterInnen sind außerdem noch interaktiver und mit Hilfe von noch mehr Fallbeispielen gestaltet als dies schon bei Führungskräftetrainings der Fall ist.

Halten Sie eine weitere Begleitung der entsandten MitarbeiterInnen für sinnvoll?

Auf jeden Fall! Auch mit einem interkulturellen Entsendetraining kann es vor Ort noch zu Fragen kommen, hier ist es sehr gut, wenn sich die entsandten MitarbeiterInnen an einen Experten wenden können. ti communication bietet Follow Up Trainings und Coachings an, die dank des weltweiten Trainernetzwerkes überall durchgeführt werden können – auch in Thailand.

Haben Sie Interesse an einem länderspezifischen interkulturellen Training? Nehmen Sie entweder an einem unserer offenen Trainings teil oder fragen Sie ein individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Angebot an!  

 

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Sonntag, 27. Mai 2018

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