Globale Chancen im Mittelpunkt der Mittelstandsförderung durch das BMWi

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Keynote Speaker Gerhard Hain, Geschäftsführer von ti communication, sprach zur zentralen Bedeutung der interkulturellen Kompetenz

Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im BMWi, eröffnete am 5. Dezember 2017 die ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) -Jahrestagung in Berlin. Die Veranstaltung stand im Zeichen der Globalisierung und den damit verbundenen spezifischen Herausforderungen für den Mittelstand. 200 VertreterInnen mittelständischer Unternehmen und am Thema Interessierte konnten im Laufe des Tages abwechslungsreiche Beiträge zum Thema verfolgen.

In einer Podiumsdiskussion "International vernetzt - Chancen für den Mittelstand" wurde in der hochkarätig besetzten Podiumsrunde schnell deutlich, dass kleine und mittlere Unternehmen immer häufiger ihre Wertschöpfungsketten arbeitsteilig mit internationalen Partnern organisieren. Im Laufe der Veranstaltung stellten darüber hinaus drei international aktive ZIM-Netzwerkmanager ihre Erfahrungen aus ihren innovativen Netzwerken dar. Auf die Aussage „Ein Netzwerk ist mehr als die Summe aller Partner und das gilt auch für internationale Kooperationen.“ von Dr. Andreas Baar, innos-Sperlich GmbH, konnten sich dabei alle Anwesenden einigen. Die Besonderheiten im internationalen Rahmen wurden anhand zahlreicher Praxisbeispiele immer wieder belegt.
Daniel Gottschald, Geschäftsführer der TUM International GmbH, und Gerhard Hain, Geschäftsführer der ti communication GmbH in Regensburg, gaben als Keynote Speaker der Veranstaltung einen gelungenen Rahmen. Während Daniel Gottschald in seiner Keynote das Thema „Globalisierung gestalten - Netzwerke und KMU als "Global Player"?“ in den Mittelpunkt stellte verwies Gerhard Hain in seinem Vortrag "Nach Eins kommt manchmal Drei!" auf die besonderen Herausforderungen im interkulturellen Umfeld.BMWi 2

Die Eingangsthese „Von der Körpernähe bis zur Organisationsentwicklung, kulturelle Unterschiede beeinflussen unser Business“ wurde im Laufe des Beitrages durch entsprechende Praxisbeispiele verdeutlicht. Die Stärken deutscher Unternehmen, gutes Zeitmanagement, nachvollziehbare Strukturen, genau ausformulierte Verträge und klar definierte Zuständigkeiten werden weltweit anerkannt und gelobt. Jedoch seltener gelebt. Im interkulturellen Umfeld stehen nicht selten Troubleshooting und Flexibilität statt klarem Zeitmanagement, Netzwerke statt klarer Strukturen, Verträge als Start der Zusammenarbeit und nicht als Grundlage oder Hierarchie vor Zuständigkeit im Mittelpunkt. „Nach EINS kommt eben manchmal doch DREI!“ so Gerhard Hain. Welche konkreten Auswirkungen das hat, wurde im Folgenden durch Beispiele aus Italien und China belegt. Bei der Geltung von Vereinbarungen, der Bedeutung von Hierarchien und Termintreue, im Nutzen von Netzwerken, in der Bedeutung persönlicher Kontakte aber auch in der ausgeprägten Flexibilität im Business bestehen in diese beiden Kulturen mehr Gemeinsamkeiten als mit der deutschen Kultur. Wie Gerhard Hain abschließend anmerkte: „Auf diese Besonderheiten sollte man sich vorbereiten. Das spart Zeit und Geld und trägt zum gemeinsamen Erfolg wesentlich bei.“

Hier finden sie den ausführlichen Bericht zur ZIM-Netzwerkstagung am 5. Dezember 2017.

Das ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen. Einstiegsinformationen, Fördergrundlagen und Kontaktdaten zu den ZIM-Projektträgern finden Sie hier.

 

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