Cultural Awareness India: Kombi-Paket interkulturelles Training und E-Learning Tool „Country Navigator”

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ti communication steht für professionelle und praxisrelevanteTrainings, sowohl im interkulturellen Bereich, als auch in der internationalen Organisationsentwicklung. Um die Maßnahmen nachhaltig zu gestalten und erworbene Kompetenzen langfristig zu festigen, bietet ti communication zur Ergänzung seiner Trainings das E-Learning Tool „Country Navigator“ an. Im Rahmen meines Praktikums bei ti communication hatte ich die Gelegenheit sowohl an einem interkulturellen Training zu Indien teilzunehmen, als auch das erworbene Wissen mit Hilfe des Country Navigators zu vertiefen.

Als Vorbereitung auf das interkulturelle Indien Training erstellte ich mit dem Country Navigator mein eigenes kulturelles Profil. Basierend auf einem Fragebogen analysierte das E-Learning Tool meinen Beziehungs- und Arbeitsstil sowie meine Denkweise und ordnete diese im interkulturellen Vergleich ein. Ein erster Augenöffner! Somit erhielt ich bereits vor dem Training eine länderunspezifische kulturelle Sensibilisierung und Anhaltspunkte in Bezug auf meine eigene kulturelle Prägung.

Das interkulturelle Indien-Training bei Margit Flierl, einer erfahrenen Senior Trainerin von ti communication, war für mich äußerst aufschlussreich. Während meines Studiums hatte ich zwar ein sechsmonatiges Praktikum in Indien absolviert, aber noch nicht viel Erfahrung im indischen Berufsumfeld gesammelt. In dem eintägigen Training wurde genau hierauf ausführlich eingegangen.

Da es sich um ein Einzeltraining handelte, konnte die Trainerin besonders intensiv auf die praktischen Erfahrungen des Teilnehmers eingehen und klassische Fälle deutsch-indischer Zusammenarbeit aufarbeiten: Deadlines werden nicht eingehalten, es kommt zu Fehlern in der Produktion und zu interkulturellen Missverständnissen. Trainerin und Teilnehmer ermittelten im Verlauf des Trainings gemeinsam Konfliktherde und erarbeiteten konkrete Lösungsvorschläge.

Dabei wurde das unterschiedliche Hierarchieverständnis von Deutschen und Indern als zentrales Problem lokalisiert, sowie das damit einhergehende „Senioritätsprinzip“. Wie schafft man es, auch als jüngerer Mitarbeiter von seinen indischen Geschäftskollegen ernst genommen zu werden? Auch die indische Art der Kommunikation, welche meist sehr viel indirekter als in Deutschland abläuft, war zentrales Trainingsthema. Ein direktes „Nein“ wird von Indern oft vermieden. Die Frage, wie diese indirekte Form der Kommunikation zu entschlüsseln ist, wurde deshalb intensiv behandelt.

Auch zur unterschiedlichen Wahrnehmung von Zeit, insbesondere der berüchtigte IST („Indian Stretchable Time“), gab Indien Expertin Margit Flierl hilfreiche Tipps, frei nach dem Sprichwort „India is a country where everyone is in a hurry, but no one is ever on time“. Besonders wertvoll waren die konkreten Hinweise zu Verhandlungstaktiken, da Margit Flierl selbst über einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund und mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in Indien verfügt.

Nach dem Training befasste ich mich erneut mit dem Country Navigator, diesmal mit den speziell zu Indien verfügbaren Informationen. Das E-Learning Tool bietet interkulturelle Informationen zu über 90 verschiedenen Zielkulturen (z.B. in Bezug auf Kultur, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Geographie und Sprache). Zu jedem Land erfährt man Interessantes über soziale Gepflogenheiten, wie zum Beispiel das vorherrschenden Hierarchieverständnis, das Kommunikationsverhalten und Zeitmanagement. Dabei stellt der Country Navigator stets den geschäftlichen Kontakt in den Mittelpunkt. Die Informationen und interaktiven Übungen zu Indien halfen mir, das im Training Angesprochene zu vertiefen und noch einmal Revue passieren zu lassen. Zudem konnte ich mein kulturelles Profil (s.o.) mit denen in Indien vorherrschenden kulturellen Präferenzen abgleichen und dadurch etwaige Konfliktfelder lokalisieren.

Die im Country Navigator bereitgestellten Informationen zu Indien sind äußerst ausführlich und bieten die Gelegenheit sich langfristig und intensiv mit dem Land auseinanderzusetzen. Im Gegensatz zu den persönlichen Trainings haben NutzerInnen jedoch keine Möglichkeit Fragen zu stellen oder individuelle Schwerpunkte zu setzten. Abschließend ist also zu sagen, dass der Country Navigator persönliche Trainings nicht ersetzen kann, sich aber wunderbar als ergänzendes Tool eignet.

Interessieren auch Sie sich für ein interkulturelles Training, eventuell auch in Kombination mit dem Country Navigator? Kontaktieren Sie uns und wir schneidern Ihnen das Angebot, welches am besten zu Ihnen passt!

Ein visueller Rückblick auf den INTERCHANGE Evenin...
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