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Ausschreibung Interkulturelles Training Zusammenarbeit in virtuellen Teams (2012) zum Download
Virtuelle Formen der Zusammenarbeit stellen eine kosten- und zeiteffiziente Möglichkeit der Kommunikation im globalen Kontext dar. Internationale Teammeetings und Kommunikation auf virtueller Ebene bergen jedoch neben technischen Problemen eine Vielzahl an Herausforderungen und Hürden auf interkultureller Ebene. Die Geschäftspartner können sich sehen und hören, befinden sich jedoch real in ihren eigenen Kulturräumen innerhalb einer meist monokulturellen Gruppenzusammensetzung. Das eigenkulturelle Verhalten, die dahinter verborgenen, unausgesprochenen Erwartungen, das Sprechverhalten, die Sprechgeschwindigkeit, etc. werden kaum reflektiert bzw. an das bi- oder multikulturelle Umfeld adaptiert. Dies führt gerade auf der Ebene von virtuellen Meetings und Kommunikationssituationen häufig zu Missverständnissen, birgt die Gefahr „unerfüllter Erwartungen“ und Fettnäpfchen. Arbeitsabläufe verzögern sich, Gefühle der Unsicherheit und Unzufriedenheit erschweren die weitere Zusammenarbeit. Um eine erfolgreiche Kommunikation zu gewährleisten, verdienen virtuelle Teams ein besonderes Augenmerk. Nur so wird die internationale Zusammenarbeit zu einem Erfolg.

Ein deutsches Team in einem Web Hosting Unternehmen soll mit ihren englischen Partnern einen Kundenprozess nach deutschem Standard angleichen. Eine deutsche Mitarbeiterin reist für einen Tag nach England, um sich den dortigen Prozess anzusehen. Der Kontakt verläuft freundlich, die englischen Kollegen und Kolleginnen bitten die deutsche Mitarbeiterin abschließend, das deutsche Team möchte doch bitte Fotos der Teammitglieder ins Netz einstellen. Durch den verstärkten Arbeitsaufwand geriet das Vorhaben auf deutscher Seite in Vergessenheit. Das englische Team stellt die Fotos, wie abgesprochen, ein. Die Kommunikation verläuft vorwiegend über E-Mail und Telefonkonferenzen. Das deutsche Team – mit einem deutschen Teamleiter und belgischen Chef – bestreitet die Konferenzen vorwiegend im Teamrahmen, ohne Beisein des Teamleiters oder Chefs und kann keine direkten Entscheidungen treffen. Das englische Team geht mit seinem holländischen Vorgesetzten in die Konferenzen. Der Ton des englischen Teams und ihres Chefs wird zusehends härter, das englische Team nimmt keine Rücksicht mehr darauf, dass das deutsche Team nicht in der Muttersprache kommuniziert. Das deutsche Team gewinnt den Eindruck, dass die sprachliche Hürde vom englischen Team genutzt wird. E-Mails aus England enthalten Eröffnungsphrasen wie „Haven’t I told you a hundred times…“ Letztendlich übernimmt das deutsche Team den englischen Kundenstamm und somit die nächste Herausforderung.
Unser interkulturelles Training zielt dauaf ab, die Teilnehmer/innen für einen bewussten Umgang in virtuellen Teams zu sensibilisieren sowie angemessene Ansätze zu erarbeiten. Dabei werden beispielsweise folgende relevante Themen beleuchtet:
Fach- und Führungskräfte, die internationale Beziehungen unterhalten und in virtuellen Teams zusammenarbeiten bzw. zusammenarbeiten werden und interkulturelle Kompetenz für ihre Tätigkeit benötigen.
Gesprächskreis von der Hochschule Regensburg und ti communication – Unternehmer und Wissenschaftler tauschen sich aus
20.04.2012 Vortrag von Gerhard Hain zum Thema „Nach eins kommt manchmal drei“
Andreas Hauser fungiert seit Anfang des Jahres als neuer Project Manager von ti communication
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