12. - 13.09.2013 in Wien → zur Ausschreibung
Der Fokus des Trainings liegt auf der Erarbeitung der richtigen Verhandlungsstrategie in Mittelosteuropa. Im Zuge dessen werden auf kulturelle Unterschiede, häufig auftretende Kommunikationsschwierigkeiten, mögliche Konfliktlösungsstrategien, Arbeitsverhältnisse sowie Besonderheiten in der entsprechenden Zusammenarbeit eingegangen. Das interkulturelle Training sensibilisiert die TeilnehmerInnen für die kulturellen Herausforderungen einer Verhandlungssituation. Außerdem erhalten die Teilnehmer das Rüstzeug, um Verhandlungen möglichst effizient zu gestalten und langfristige Beziehungen aufzubauen bzw. zu erhalten.

Frau K., österreichische Vertreterin eines amerikanischen Unternehmens der Freizeitindustrie, bereitet sich auf Verhandlungen in Rumänien vor. Das Ziel der Verhandlung ist die Verlängerung der Kooperation mit einer Dienstleistungsfirma um 1 Jahr. Das österreichische Team besteht aus Frau K. und ihrem Kollegen. Zu deren Überraschung sind von der anderen Seite 8 Kollegen erschienen, die verschiedene Bereiche in der Firma vertreten. Obwohl Eckpunkte des Vertrages von beiden Seiten vorbereitet worden sind, stellt sich heraus, dass der Dienstleister unrealistisch hohe Preisforderungen stellt. Nicht nur die asymmetrische Verteilung der Kräfte am Verhandlungstisch (acht gegen zwei) erweist sich als schwierig, sondern auch der Ablauf des Gesprächs. Der Partner ändert die vorgegebene Struktur und viele der Bedingungen und verlangt unnötig viel Dokumentation. Als die Positionen verhärtet sind, unterbricht der Dienstleister die Verhandlungen und erklärt, dass eine weitere Zusammenarbeit unter den gegebenen Voraussetzungen nicht möglich ist. Der Tonfall und die Lautstärke unterstreichen die harten Aussagen und es scheint, dass nichts anderes übrig bleibt, als die Verhandlung nach einem halben Tag ohne Ergebnis abzubrechen.
Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise sind die mittelosteuropäischen Länder nach wie vor bedeutende Absatz- und Investitionsmärkte für österreichische Firmen. Vor diesem Hintergrund ist es für den Geschäftserfolg entscheidend, die Mentalität der einzelnen Länder sowie deren Werte und Verhaltensmuster zu kennen. Geographische Nähe, gemeinsame Geschichte und deutsche Sprache als Lingua Franca in dieser Region – trotzdem sind die Unterschiede zu Österreich oft größer, als es oberflächlich vorkommen mag. Wie sollen sich österreichische Geschäftsleute in Verhandlungen mit GeschäftspartnerInnen aus Mittelosteuropa verhalten? Wie kann man sich an die jeweiligen Kulturbesonderheiten anpassen, ohne die eigene Identität bzw. Authentizität zu verlieren? Das interkulturelle Training zeigt kulturelle Unterschiede auf, hinterfragt und erklärt sie in Zusammenarbeit mit den TeilnehmerInnen, sodass sie als positive Synergieeffekte genutzt werden können.
Für Fach- und Führungskräfte, die bereits mit Mittel- und Osteuropäern interkulturelle Verhandlungen führen oder künftig führen werden.
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