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Ausschreibung Interkulturelles Training Interkulturalität im Projektmanagement (Wien) zum Download
Weltweit agierende Unternehmen sehen sich immer wieder mit der Herausforderung der zielorientierten und arbeitseffizienten Abwicklung von Projekten in einer multikulturellen Zusammensetzung von Projektteams konfrontiert. Klassische Beispiele stellen z. B. die Angleichung von Prozessen oder die Vereinheitlichung von Qualitätssicherungsstrategien dar. Die Prozessvorgaben sind häufig klar, nun gilt es die Prozesse zusammen mit
den Kollegen/innen aus den international platzierten Unternehmen abzugleichen und den neuen vereinheitlichten Prozess zu adaptieren bzw. zu implementieren:
Hierbei entstehen nicht selten hohe Reibungsverluste durch Fehlannahmen. Meilensteine werden nicht eingehalten, es gibt unterschiedliche Auffassungen zur Genauigkeit der Dokumentationen, Positionen und deren Kompetenzen in unterschiedlichen Kulturen (Hierarchien) werden nicht genügend geklärt, unterschiedliche Feedbackkulturen und spezielle Erwartungen treffen aufeinander. Dies sind Beispielfaktoren aus einer breiten Palette, die im erfolgreichen internationalen Projektmanagement berücksichtigt werden wollen und die interkulturelle Trainings behandeln.

Herr Weber, Projektleiter für die Entwicklung eines neuen Bio-Messgerätes, vereinbart mit seinen Partnern aus Griechenland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Schweden klare Ziele für das erste Jahr ihrer Zusammenarbeit. Die ausländischen Kollegen interessieren sich für das Produkt und wollen die neue Technik in ihrem jeweiligen Land erproben. In einem ersten Meeting einigt man sich u. a. auf ein gemeinsames Evaluations-Schema als Basis für den ersten Zwischenbericht und alle Partner sind mit dieser effizienten Arbeitsmethode und -atmosphäre sehr zufrieden. Als Herr Weber jedoch nach einem Jahr die entsprechenden Berichte einfordert, ist er von der Rückantwort sehr überrascht: Die Berichte des italienischen und des griechischen Kollegen kommen zu spät, der Brite reicht einen sehr kurzen Bericht ein, der nicht viel mehr als eine Auflistung darstellt, der Bericht des französischen Partners ist zu ausschweifend und umständlich. Lediglich der schwedische Bericht stimmt mit Herrn Webers Erwartungen überein. Daraufhin schreibt Herr Weber seinen Kollegen einen detaillierten Brief mit spezifischen Anmerkungen und Verbesserungsvorschlägen, um eine Übereinstimmung hinsichtlich des ursprünglichen gemeinsam ausgearbeiteten Schemata zu erlangen. Obwohl er seine Kritik konstruktiv angebracht hat, wird er während des nächsten Meetings für sein „typisch deutsches Verhalten“ kritisiert. Zunehmend verärgert, wirft er seinen Kollegen „mediterranes Chaos“, französischen Intellektualismus und britischen egozentrischen Pragmatismus vor. Das Team, das zuvor so gut funktioniert hatte, verliert plötzlich seine Fähigkeit zu gegenseitigem Verständnis und zum wechselseitigen Dialog.
Gesprächskreis von der Hochschule Regensburg und ti communication – Unternehmer und Wissenschaftler tauschen sich aus
20.04.2012 Vortrag von Gerhard Hain zum Thema „Nach eins kommt manchmal drei“
Andreas Hauser fungiert seit Anfang des Jahres als neuer Project Manager von ti communication
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