Interkulturelle Sensibilität im Coaching

Zuzana Duffková, Ansprechpartnerin von ti communication in Tschechien, hat am 28. Januar 2010 beim European Coaching and Mentoring Council (EMCC) in Prag einen Vortrag zum Thema „Interkulturelle Sensibilität im Coaching“ gehalten. Die 35 Besucher, meist Personalverantwortliche, Coaches und TrainerInnen, sowie VertreterInnen aus der tschechischen Wirtschaft haben erfahren, welchen Mehrwert ein interkultureller Coach im Vergleich zu einem klassischen Coach haben kann.

Situationen in eigenen internationalen Businessverhandlungen schneller zu verstehen und somit gezielt zu Ergebnissen zu kommen; für eigene Lösungen auch diejenigen zu gewinnen, die aus einer anderen Kultur stammen; multikulturelle Teams erfolgreich zu führen; die Sicherheit zu haben, gut für einen Auslandseinsatz vorbereitet zu sein - diese Ziele können mit Hilfe eines interkulturellen Coachings erreicht werden.

Ein interkulturelles Coaching, ebenso wie ein klassisches Coaching, beinhaltet eine Assessment-Phase – in dieser werden Coachees zu einer systematischen Exploration ihres Ist-Zustandes aufgefordert, um schließlich die Wünsche an ihren Soll-Zustand zu definieren. Im interkulturellen Coaching wird nicht nur ihre Position und ihre Arbeitsaufgabe berücksichtigt, sondern auch die jeweilige Kultur. Es wird stark auf die eigenen kulturellen, „mentalen“ Filter eingegangen, die immer zu einer subjektiven Perspektive des Coachees auf dessen derzeitige Situation führen. Die Coachees lernen, diese mentalen Filter zu verstehen und werden sich bewusst, welchen Einfluss sie auf ihr Verhalten und auf ihre Erwartungen gegenüber Anderen haben. Erst im nächsten Schritt erarbeiten sie Möglichkeiten, wie sie diese Filter ändern können und somit Hindernisse zu Gunsten ihrer eigenen Effektivität und ihres Erfolgs überwinden.

Die Besucher haben im Vortrag einige Methoden aus der Toolbox des interkulturellen Coachings und Mentorings kennen gelernt. Am eigenen Leib konnten sie ihre Einstellungen zu interkulturellen Unterschieden analysieren und beobachten, dass diese Einstellungen oft eine Falle für die Beziehungen mit
ihren internationalen Partnern darstellen.

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